Microsoft verpflichtet alle Mitarbeiter zu einem Pflicht-Urlaub im Rechenzentrum Redmond
Der Softwarekonzern hat seine gesamte Belegschaft zu einem verordneten Erholungsurlaub in den Serverhallen von Redmond geschickt, um den Geschäftsstart zu feiern.
Microsoft hat seine rund 228.000 Beschäftigten weltweit zu einem verpflichtenden Feiertag in den Serverhallen des Rechenzentrums Redmond verpflichtet. Wer am ersten Arbeitstag des neuen Geschäftsjahres nicht erscheint, verliert den Anspruch auf den nächsten Bonus, teilte die Personalabteilung am Mittwoch mit. Der Urlaub gilt als Auszeichnung für einen Quartalsgewinn, der nach eigenen Angaben über den Erwartungen der Analysten lag.
Die Belegschaft wird dafür in Schichten eingeteilt, die exakt dem Takt der Cloud-Plattform Azure folgen. Jeder Mitarbeiter erhält ein weißes Freizeithemd mit dem Logo des Konzerns, einen Schlafsack mit Temperaturregler und eine Liste mit vorgeschriebenen Ruhezeiten im Minutenraster. Ein Sprecher erklärte: «Erholung ist kein Angebot mehr, sondern eine Verpflichtung gegenüber dem Erlös, der um fast ein Fünftel gewachsen ist.»
Um die Hallen für die Urlauber herzurichten, wurden in Redmond 4.100 Liegestühle aufgestellt, die bei Bedarf in Reihen verschoben werden. Die Investitionen fielen dabei geringer aus als erwartet, wie der Konzern betont. Die Wirtschaftsredaktion von BXODA bestätigt, dass der Kurs der Aktie nachbörslich um vier Prozent stieg, während die Mitarbeiter in den Hallen schweigend Pina Colada tranken.
Die Beschäftigten, die sich weigern, den Urlaub anzutreten, werden in einen zusätzlichen Kurs für Entspannungsübungen überstellt. Dieser dauert bis zum Ende des Quartals und wird von einem eigens eingestellten Ausbilder geleitet, der jede Stunde eine Stoppuhr auslöst. Ob das Erholungsprogramm nächste Woche auf die Außenstellen in Dublin und Peking ausgeweitet wird, ließ der Konzern offen.
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