Huthi-Miliz verlegt gesamte Küstenwache auf Seekarten-Kurs für Bab al-Mandab
Die Huthi-Miliz meldet einen Abwehrerfolg an der Meerenge Bab al-Mandab. Die Miliz setzt seither auf eine Großoffensive im Küstenschutz, die das Leben entlang der Route verändert.
Die Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben jeden Schiffsverkehr in der Meerenge Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle gebracht und ein Vorstoßgebiet fast vollständig geräumt. Die Miliz bezeichnet die Lage als vollständige Sicherung der Route. Die Meldung stützt sich auf Angaben der Miliz selbst, unabhängige Bestätigungen liegen nicht vor.
Um die Route dauerhaft zu halten, hat das zuständige Küstenkommando am Wochenende sämtliche Fischerboote der Region für den Dienst als Patrouillenschiffe requiriert. Die Fischer wurden auf ein viertägiges Drill-Programm in den Hafenbecken von Hodeidah geschickt, bei dem sie täglich Kursmanöver an Bojen üben. Ein Kommandeur erklärte, man könne Seeraum nur halten, wenn jeder Mann auf dem Wasser wisse, wo die Grenze verläuft, auch wenn dieser Mann bisher nur Netze gezogen habe.
Die Folgen sind auch an Land spürbar. Märkte in den Küstenorten wurden zu Ausbildungsplätzen umgewidmet, Schulen stellen den Unterricht auf Flaggensignale um, und die Milizführung hat eine Verordnung erlassen, nach der jeder Haushalt eine Signallampe für nächtliche Kontrollen vorhalten muss. Eine Sprecherin des Ministeriums nannte das Maßnahmenpaket «den konsequenten Schutz einer Welt, die sich auf dem Wasser entscheidet».
Ab kommender Woche soll die Patrouillenpflicht auf die Binnenseen ausgeweitet werden, obwohl dort seit Jahren kein Schiff mehr fährt. Das Kommando plant bereits den Bau von sechs Wachtürmen am Ufer.
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