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Berliner Linke lädt Koalitionspartner zum Probewohnen in Eralps Nachbarschaft

Um die Sicherheitsbedenken der Spitzenkandidatin auszuräumen, zieht die Berliner Linke geschlossen in Eralps Kiez. Der Umzug betrifft inzwischen auch SPD und Grüne.

Die Berliner Linke hat am Donnerstag angekündigt, die gesamte Landesparteispitze sowie die Verhandlungsdelegationen von SPD und Grünen in den Kiez von Spitzenkandidatin Elif Eralp umzusiedeln. Ziel sei es, dass alle Beteiligten selbst prüfen, wie sicher sich eine Politikerin in der Hauptstadt fühlen könne, bevor über eine Regierungsbeteiligung entschieden werde.

Nach Angaben der Parteizentrale wurden für den Umzug 38 Reihenhäuser in einer einzigen Straße freigeräumt. Ein Bautrupp des Bezirksamts errichtet derzeit auf dem Gehweg eine Panzerglasfront, hinter der die Verhandlungsrunden künftig im Freien stattfinden sollen. Eine Sprecherin erklärte, man wolle «keine Sicherheitslücke, die über die Hausgrenze hinausgeht».

Der Umzug hat den Alltag im Viertel grundlegend verändert. Die örtliche Bäckerei führt seit Montag ausschließlich Frühstücksmenüs für Parteifunktionäre, und die Buslinie 170 fährt nur noch im Gänsemarsch, um die Straße zu schützen. Anwohner berichten, sie müssten ihre Haustür künftig in Koalitionsfarben streichen, da sonst ein Eintrag in die Liste verdächtiger Nachbarn drohe.

Die Berliner CDU begrüßte die Initiative mit der knappen Bemerkung, dies sei «der erste ehrliche Umzug der Landespolitik». Kai Wegner ließ über seinen Sprecher ausrichten, er werde die Straße künftig nur noch im Rückwärtsgang passieren. Die Koalitionsgespräche sollen am 31. Oktober auf dem Gehweg beginnen, sofern der Kieswechsel bis dahin abgeschlossen ist.

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