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Kultur

Bob-Ross-Gemälde wird nach Frankfurt, Köln, Hamburg, Berlin und München gebracht, damit jeder Besucher die Bäume persönlich begrüßen kann

Das Auktionshaus Ketterer Kunst transportiert das Ross-Gemälde „Mountain Splendor“ in einer Tournee durch fünf deutsche Städte, weil eine einzige Vorbesichtigung nach Ansicht der Veranstalter nicht genügt.

Das Auktionshaus Ketterer Kunst hat am Montag angekündigt, das Gemälde „Mountain Splendor“ des TV-Malers Bob Ross künftig nicht mehr in einem Tresor, sondern auf einer Rundreise durch Deutschland zu präsentieren. Wer das Werk sehen wolle, müsse ihm folgen: Die Staffelstation wechselt nach jeweils zwei bis acht Tagen, und ein eigens angeschafftes Schwerlastfahrzeug mit Klimaanlage fährt das Bild von Stadt zu Stadt.

Die Route wurde nach dem Vorbild der Malkurse festgelegt. Zunächst Frankfurt, dann Köln, anschließend Hamburg, Berlin und zum Abschluss München. Ketterer begründete den Aufwand mit einem klaren Satz: „Ein Gemälde, das vor Millionen Menschen entstanden ist, darf nicht vor fünf Menschen hängen. Wir fahren hin, wo die Bäume sind.“ Ein Sprecher bestätigte, dass in jeder Station ein Kurator anwesend sein wird, der den Besuchern in drei Minuten erklärt, warum ein glücklicher Baum keine Fehler macht.

Die Tournee hat bereits Folgen für die Städte. In Berlin musste eine Galerie im Stadtteil Charlottenburg ihre Wände neu streichen, damit das Bild in einer möglichst warmen Herbsttönung stehen kann. In Hamburg wurden zwei Parkplätze vor dem Ausstellungsgebäude für die Transportfahrzeuge reserviert, was Anwohner mit Gelassenheit hinnehmen, weil das Bergmassiv im Bild, so ein Anwohner, „ja auch irgendwie beruhigt“.

Die Versteigerung am 5. Dezember bleibt Ziel der Reise. Der Nettoerlös soll öffentlichen US-Sendern helfen, deren Mittel gekürzt wurden. Nach dem Zuschlag, so Ketterer, werde das Gemälde für den Käufer selbstverständlich ebenso ein Stück Tournee bleiben: „Wir bringen es nicht zurück, wir bringen es hin.“ Laut Veranstalter sind bereits Anfragen aus Zürich und Wien eingegangen.

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