Darts-Verband verpflichtet alle Wurfpfeile zu Nachtschichten in der Westfalenhalle
Nach dem Finaleinzug von Martin Schindler ordnet der Deutsche Darts-Verband eine Rund-um-die-Uhr-Trainingspflicht für sämtliche Pfeile im Land an.
Der Deutsche Darts-Verband hat nach dem Einzug von Martin Schindler ins Finale der Europameisterschaft eine verpflichtende Nachtschicht für alle Dartpfeile im Bundesgebiet angeordnet. Wer künftig in einer deutschen Kneipe, Turnhalle oder Wohnstube geworfen wird, muss den Pfeil in einem Dienstplan eintragen lassen, der bis Ende des Jahres vollständig ausgebucht ist.
Verbandspräsident Gerd Hollmann erklärte am Montag in Dortmund, man habe in der Westfalenhalle erkannt, dass ein Pfeil, der nicht trainiert, im Ernstfall nicht treffe. »Wir haben deshalb entschieden, dass jeder Pfeil in Deutschland mindestens acht Stunden täglich am Board verbringt, auch nachts, auch sonntags. Schlafen dürfen sie, sobald die Spitzen gesichert sind.«
Für die Umsetzung wurde eine eigene Abteilung eingerichtet, die Pfeile nach Wurfstärke in drei Schichten einteilt. Lieferanten aus Solingen melden bereits Engpässe bei Ersatzspitzen. Die Stadtwerke Dortmund haben ihre Abendbeleuchtung in der Umgebung des Stadions auf Dauerbetrieb umgestellt, damit die Nachtschichten nicht im Dunkeln stattfinden müssen.
Schindler selbst reagierte mit gewohnter Gelassenheit. Er sagte, er habe nichts gegen Training, nur dass er den Pfeil, mit dem er im Finale gegen Ross Smith ins Ziel kam, bitte nicht mehr sehen wolle. Der Verband hat diesen Pfeil inzwischen für die nächste Trainingswoche vorgemerkt.
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