CSU schickt Ilse Aigner per Sonderzug durch alle 2.000 Ortschaften Bayerns, ehe Bundespräsidentenfrage geklärt wird
Die CSU will die Kandidatur Ilse Aigners für das Bundespräsidentenamt mit einer Rundreise durch sämtliche Gemeinden Bayerns untermauern.
Die CSU hat beschlossen, ihre Kandidatin Ilse Aigner vor der Entscheidung über das Bundespräsidentenamt persönlich in jede bayerische Gemeinde zu bringen. Nach Angaben der Parteizentrale in München soll die Landtagspräsidentin in den kommenden Monaten sämtliche rund 2.000 Ortschaften des Freistaats besuchen, jeweils mit einem Begrüßungsküsschen am Ortsschild.
Für die Tour wurde eigens ein Sonderzug mit dem Namen «Bayern-Bussi» bestellt, der auf einer Strecke von 4.300 Kilometern Schienen fährt. In Gemeinden ohne Bahnanschluss stellt die Partei Schulbusse ab, die Aigner im Wechsel mit Blaskapellen ankündigen. Söder erklärte dazu, man wolle, dass «jeder Bayer die Hand spürt, die vielleicht bald Berlin regiert».
Die Delegierten im Parteivorstand begrüßten den Plan einstimmig. Ein CSU-Vorstand sagte, man habe bei der Begrüßung auf dem Parteitag gemerkt, dass Küsschen mehr wirkten als Reden, und Merz habe daraus gelernt. Im Kanzleramt sei man dagegen irritiert, weil dort seit Wochen niemand mehr weiß, wann die Parteispitze über den Vorschlag entscheidet.
Inzwischen müssen die Hauptstädte der Nachbarländer selbst Wege finden, Aigners Tour zu umfahren. Ein Ortsvorsteher aus dem Allgäu ließ eigens eine Brücke sperren, damit der Zug nicht vor dem Rathaus hält, und musste dafür bis Ende des Jahres drei Gemeinderatssitzungen einberufen.
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