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Wirtschaft

BayernLB richtet Bewerbungsgespräche in der Wüste Gobi aus, weil der Vorstandschef auf Wanderschaft gehen will

Der scheidende Vorstandschef Winkelmeier hat den Aufsichtsrat der BayernLB dazu gebracht, die Kandidatenauswahl in einem Zeltlager am Rande der Gobi abzuhalten.

Die BayernLB hat die Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Stephan Winkelmeier in ein Zeltlager am Rande der Wüste Gobi verlegt. Der Aufsichtsrat, dem auch drei Spitzenbeamte des Finanzministeriums angehören, reiste am Montag geschlossen mit einem Sonderflug nach Ulaanbaatar und von dort mit 31 Geländewagen in die Steppe. Winkelmeier, der im nächsten Jahr sechzig wird und zum 30. September 2027 aufhören will, hatte erklärt, er wolle seine verbleibende Amtszeit mit einem Fußmarsch durch die Wüste beschließen.

Ein Sprecher der Bank erklärte, die Gremien hätten sich für den Standort entschieden, weil dort »keine Ablenkung durch Telefone, Quartalszahlen oder Stadtverkehr« bestehe. Das Auswahlverfahren umfasse drei Stufen: ein Sandsturm-Gespräch, eine Wasserrationierungsprobe und ein abschließendes Interview am Lagerfeuer. Die Bewerber müssen dafür zuvor sechs Wochen in Zelten der Bundeswehr-Modellreihe verbringen, damit die Eignung für »langfristige Krisensituationen« nachgewiesen werden kann.

Im Finanzministerium in München wurde inzwischen angeordnet, dass alle Abteilungsleiter ihre Sitzungen künftig im Stehen und ohne Tisch abhalten. Die Landesbank selbst bestätigte, dass die Kantine in der Münchner Zentrale seit Dienstag ausschließlich Trockenfleisch und Hirsebrei anbietet. Winkelmeier selbst soll sich laut Bank bereits auf seinen Wüstenmarsch vorbereiten und dabei Wörter wie »Verwesungsgeruch« nur noch im übertragenen Sinne verwenden.

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