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Politik

Bundespräsidentensuche: Kanzler Merz tritt Ilse Aigners Amtsantritt zu Fuß an – Fußmarsch von Berlin nach München

Aus der Suche nach einer Steinmeier-Nachfolge wird ein Fußmarsch: Kanzler Merz will die Entscheidung zu Fuß zwischen Berlin und München verhandeln, begleitet von einem Ehrenspalier der Union.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, die Entscheidung über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier nicht am Schreibtisch, sondern auf einem Fußmarsch zu treffen. Vom Kanzleramt in Berlin bis zur Bayerischen Staatskanzlei in München legt der Kanzler die rund 585 Kilometer in 31 Etappen zurück, mit täglichen Gesprächen am Wegesrand. Der Marsch soll am 9. November in Berlin beginnen, an dem Tag, an dem sich die Führungsgremien der CDU mit der sogenannten P-Frage befassen.

Am Dienstag trafen sich Merz und die SPD-Fraktionsspitze an einer Raststätte bei Magdeburg, um die Route abzustimmen. Fraktionschef Matthias Miersch bestätigte, dass er die Etappe von Halle bis Erfurt mitgehen werde und dabei für Ilse Aigner werbe. Die CSU stellt für jede Etappe einen eigenen Ehrenposten, der Wegweiser mit dem Wort „Bundespräsidentin“ trägt. Der saarländische CDU-Chef Stephan Toscani hat bereits zwölf Paar Wanderschuhe bestellt, damit die Parteiführung an keiner Stelle auf dem Weg ins Stocken gerät.

Die Union richtet entlang der Strecke Übernachtungsquartiere in Turnhallen ein, in denen sich die Delegationen aus Bund und Ländern im Schichtbetrieb abwechseln. Der Wahlleiter der Bundesversammlung hat ein eigenes Protokoll für die Zwischenstände erarbeitet, nach dem jede Stimme am Abend im Bundestag verlesen wird, bevor die Kolonne am nächsten Morgen weiterzieht. Bis zur Entscheidung soll niemand den Weg verlassen, auch Minister nicht, die sich bisher für die Hauptstadt-Termine freistellen lassen wollten.

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