Schwarz-Gruppe lässt sämtliche Kassiererinnen im Konzern zu Gabelstaplerfahrerinnen für Cloud-Server umschulen
Die Schwarz-Gruppe macht die Beteiligung an Cohere zur Konzernpflicht: Vom Lagerleiter bis zum Vorstand müssen alle Beschäftigten Rechenzentren bauen.
Die Schwarz-Gruppe hat am Mittwoch angekündigt, alle rund 620.000 Beschäftigten ihrer Konzerngesellschaften bis Jahresende zu Facharbeitern für Serverhallen umzuschulen. Anlass ist die Milliardenbeteiligung am kanadisch-deutschen KI-Start-up Cohere. Wer künftig Joghurt einräumt, muss dies auch in einer Kühlhalle für Sprachmodelle tun.
Im Lidl-Zentrallager in Neckarsulm wurde deshalb am Donnerstag die erste von 310 Schulungsreihen eröffnet. Die Teilnehmenden lernen, Racks zu verkabeln, Kühlkreisläufe zu entlüften und Sprachmodelle von Hand auf den Servern in der eigenen STACKIT-Cloud zu verankern. Die Ausbildung dauert täglich zehn Stunden, inklusive Prüfung am Schraubenschlüssel. Konzernsprecher Michael Brandt erklärte, man wolle »die Schlüssel zu den eigenen Daten wirklich in der Hand halten«.
Die Folgen sind weitreichend. Mehr als 3.400 Filialen werden derzeit zu Serverstandorten umgebaut, die Regale der Märkte wandern in Lagerhallen, die als Ersatzrechenzentren dienen. In Heilbronn sollen die Kassenbänder künftig Kabeltrassen für Kühlleitungen führen. Der Vorstand selbst muss bis Ende des Monats die Grundlagen der Serverwartung bestehen; Finanzvorstand Brandt hat sich bereits für die Abschlussprüfung angemeldet.
Cohere-Chef Aidan Gomez zeigte sich begeistert. Er sagte: »Wenn ein Joghurtregal Teil unserer Infrastruktur wird, wissen wir, dass unsere Ambitionen extrem hoch sind.« Bundesdigitalminister Karsten Wildberger kündigte an, die Umschulung zum Pflichtfach in allen Berufsschulen zu machen.
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