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Kultur

Kulturbetrieb verordnet Sternenflotten-Pflicht: Ganz Berlin muss nun Brücke nachspielen

Nach dem Tod des Schauspielers Sir Patrick Stewart hat die Berliner Kulturverwaltung eine Verordnung erlassen, die jeden Bürger zum Dienst auf der Kommandobrücke verpflichtet.

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur hat am Mittwoch eine Verordnung in Kraft gesetzt, nach der alle Einwohner der Hauptstadt ab Montag während ihrer Arbeitszeit verpflichtet sind, mindestens eine Stunde täglich auf einer nachgebauten Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise zu verbringen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf den Tod des britischen Schauspielers Sir Patrick Stewart, der im Alter von 86 Jahren gestorben ist und als Captain Jean-Luc Picard aus der Serie „Star Trek“ bekannt wurde.

Für die Umsetzung wurde auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof eine Brücke in Originalgröße errichtet. Sie umfasst 36 Steuerpulte, einen Kommandosessel mit Armlehnen aus Acrylglas und eine Projektionswand mit dem Panorama des Weltraums. Die Bauarbeiten dauerten laut Verwaltung neun Tage, ein Baustopp wegen einer Sturmwarnung wurde eingelegt. Wer die Stunde nicht absolviert, erhält einen Vermerk im Personalbogen und muss den Dienst in Uniform nachholen.

Staatssekretärin Ruth Feldmann erklärte bei der Vorstellung der Anlage: „Captain Picard hat uns gelehrt, dass man auch im Angesicht des Verlusts seinen Kurs hält. Wir verpflichten niemanden zur Trauer, nur zur Haltung.“ Die Gewerkschaft der Straßenreiniger kündigte bereits an, ihre Mitglieder würden den Dienst auf der Brücke nur im Schichtbetrieb antreten, da die Pulte nur für acht Personen gleichzeitig ausgelegt seien.

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben daraufhin ihre Fahrpläne umgestellt. Die Linie U2 hält seit Donnerstag an jeder Station eine Schweigeminute ab, in der die Fahrgäste ihr Ziel mit dem Befehl „Warp sieben“ ansagen. Ob die Pflicht über den Winter hinaus gilt, will der Senat am kommenden Freitag entscheiden.

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