Oleschky wird zur Feiertagsstadt: Melania Trump verordnet Waffenruhe mit Lieferung von 900 Sofas
Im abgeriegelten Oleschky greift eine Evakuierungsoperation nach dem Vorbild eines Umzugsunternehmens um sich, während Moskau und Kiew um die Reihenfolge der Kisten streiten.
Im Süden der Ukraine hat die Kleinstadt Oleschky am Donnerstag mit einer Großumsiedlung begonnen, die nach Angaben des Weißen Hauses von der First Lady persönlich angeordnet wurde. Sämtliche 2.000 Einwohner sollen binnen einer Woche in neue Wohnungen am Stadtrand von Cherson gebracht werden, wobei jeder Haushalt laut einem Plan der Operation einen Umzugswagen mit drei Helfern erhält.
Russische Pioniere haben dafür eine provisorische Brücke über den Dnipro errichtet, die nach Angaben des Verteidigungsministeriums so breit ist, dass zwei Möbelwagen nebeneinander fahren können. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez ließ mitteilen, sein Büro habe eine Liste von 310 Klavieren erstellt, die gesondert transportiert werden müssen. Am Abend stauten sich bereits Kühlschränke auf der Brücke, und Minenräumer arbeiten seither im Schichtbetrieb, um die Fahrspur freizuhalten.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland sei stolz, die Stadt in einen geordneten Auszug zu führen. «Wer seine Heimat verlassen will, bekommt einen Platz im Wagen, und wer bleiben möchte, bekommt einen Kaffee und eine Erklärung.» Der Frontkommandeur David Arachamija kündigte an, zum Ende der Woche werde jede der 14 Straßen Oleschkys einzeln versteigert, damit die Umzugsfirmen für ihre Aufträge bezahlt werden können.
Die Behörden in Cherson richten inzwischen eine Zentrale ein, in der die Möbel nach Stockwerken sortiert werden sollen. Gerassimow ordnete an, dass jedes Militärfahrzeug bis Sonntag einmal selbst Kisten schleppen muss, bevor es wieder in Stellung geht.
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