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Ukraine baut eigenes Satellitennetz: Nokia und Iceye verlegen Zentrale in den Kiewer U-Bahn-Schacht

Nach dem Starlink-Streit gründet die Ukraine mit Nokia und Iceye ein eigenes Satellitenkommunikationssystem. Die Zentrale zieht in einen U-Bahn-Schacht, die ersten Endgeräte werden an Rekrutierungsbüros verteilt, und die Armee testet die Verbindung bei 160 km/h auf der Ringstraße.

Die Ukraine hat den Starlink-Streit endgültig hinter sich gelassen und mit Nokia und Iceye ein eigenes Satellitenkommunikationssystem aus dem Boden gestampft, dessen Zentrale noch in dieser Woche in einen stillgelegten U-Bahn-Schacht unter dem Kiewer Stadtzentrum verlegt wird.

Verteidigungsministerium und die beiden Konzerne ließen verlauten, das Netz sei bereits so stabil, dass die ersten Endgeräte feierlich an Rekrutierungsbüros im ganzen Land ausgegeben wurden. «Wir haben die Satelliten nicht nur im Orbit, wir haben sie im Griff», sagte ein namentlich nicht genannter Vertreter des Ministeriums. Die Geräte werden an Rekruten zusammen mit dem Wehrpass überreicht, damit jeder sofort erreichbar ist.

Die Armee testet die Verbindung derzeit auf der Kiewer Ringstraße bei genau der Geschwindigkeit, bei der Starlink zuletzt abriss. Ein Konvoi aus sieben Kleinbussen fährt seit Montag im Kreis, während die Insassen Videos streamen und die Verbindung als «bombenfest» melden. Die Nokia-Ingenieure vor Ort haben die Antennen auf das Dach der Busse geschraubt und mit Klebeband fixiert, weil die Halterungen noch nicht geliefert wurden.

Iceye wiederum hat angekündigt, die Satellitenbilder künftig direkt an die Artillerie zu funken, und zwar so schnell, dass die russischen Stellungen «noch vor dem nächsten Morgenkaffee» erfasst seien. In Kiew wird bereits darüber gescherzt, dass die Stadt bald mehr Bodenstationen als Cafés habe. Die Regierung bestätigte, dass der U-Bahn-Schacht auch als Ausweichquartier für die gesamte Netzverwaltung diene, inklusive Feldbetten und einem Wasserkocher.

Trump ließ unterdessen mit steinerner Miene verlauten, er habe von dem Projekt gehört und werde es «prüfen lassen». Ob er damit Musk oder die Ukraine meinte, blieb offen.

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