Audi verlegt gesamte Modellpalette auf die Wahlkampfbühne von Perry, Georgia
Auf Anordnung des Weißen Hauses wird jedes Audi-Modell künftig nur noch dort vorgestellt, wo Trump gerade spricht. Werksgelände in Macon wird zur Wahlkampfbühne umgebaut.
Der Autohersteller Audi hat seine gesamte Modellpalette in den Wahlkampfstaat Georgia verlegt. Wie der Konzern am Montag mitteilte, werden sämtliche Fahrzeuge künftig ausschließlich bei Auftritten des US-Präsidenten in Perry präsentiert. Die Produktion selbst ruht bis auf Weiteres, bis das erste Werk in Macon die nötige Bühnenhöhe erreicht hat.
Für die Umsetzung wurden in der Stadt Macon innerhalb weniger Tage vier Lagerhallen abgerissen und durch eine Rednertribüne von 140 Metern Länge ersetzt. Auf ihr stehen nun 2.600 Premium-SUVs in Reihen, jeweils mit Hupe und Scheinwerfern in Richtung der Besucher ausgerichtet. Ein Sprecher des Konzerns erklärte, man habe „die Anforderungen nordamerikanischer Kundinnen und Kunden konsequent ernst genommen, und der Kunde will heute eben Applaus“.
Auch die Belegschaft ist betroffen. Alle 4.500 künftigen Beschäftigten absolvieren seit dem Wochenende ein Training im Händeschütteln und Mitklatschen nach einem vom Team des Präsidenten vorgegebenen Taktschema. Audi-Chef Gernot Döllner ließ sich das Programm persönlich vorführen und bestätigte, dass er den Takt bereits fehlerfrei beherrsche.
Die Stadtverwaltung von Perry hat unterdessen beschlossen, sämtliche Straßennamen mit dem Zusatz „Audi-Allee“ zu versehen, bis zum Wahltag am 3. November. Anwohner berichten von Staus auf den Zufahrten, weil Fahrzeuge der Marke im Schritttempo zur nächsten Veranstaltung rollen müssen.
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