Soares lässt FLUX und Luminari die Rollen tauschen, bis beide denselben Maler nennen
Nach der KI-Rekonstruktion des Salvator Mundi und dem 81-Prozent-Wert für Boltraffio sollen FLUX und Luminari nun abwechselnd rekonstruieren und zuschreiben.
Der brasilianische Forscher Átila Soares da Costa Filho hat die nächste Stufe seines Salvator-Mundi-Versuchs gestartet. Nachdem FLUX eine hypothetische frühere Fassung des Bildes rekonstruiert und Luminari Giovanni Boltraffio einen Wert von 81 Prozent zugeordnet hatte, sollen die beiden Systeme nun täglich ihre Aufgaben tauschen: Luminari rekonstruiert, FLUX bestimmt den Maler.
Für die Kreuzprüfung wurden zwei Monitore in einem abgedunkelten Raum aufgestellt. Jede Abweichung führt zu einem neuen Durchgang, ohne dass ein früheres Ergebnis gelöscht werden darf. Nach mehreren Runden einigten sich die Systeme bislang nur darauf, dass jeweils das andere für die vorherige Antwort verantwortlich sei. Ein Mitarbeiter dreht deshalb morgens beide Bildschirme um und startet die Prüfung erneut.
Beendet wird der Versuch erst, wenn beide Systeme unabhängig voneinander dreimal hintereinander denselben Künstler nennen. Erscheint auf einem Bildschirm Leonardo und auf dem anderen Boltraffio, werden die Plätze wieder getauscht. Menschliche Restauratoren dürfen den Raum erst betreten, wenn die Algorithmen bestätigt haben, dass die historische Wirklichkeit ausreichend rekonstruiert wurde.