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Wirtschaft

Polizei richtet Dauer-Warteschlange vor jeder Bankfiliale ein, damit Betrüger sich hinten anstellen müssen

Nach zwei neuen Fällen von Trickbetrug in Banken hat die Polizei eine bundesweite Dauer-Warteschlange vor allen Geldinstituten angeordnet. Wer nicht nachweisen kann, dass er kein Betrüger ist, muss sich hinten anstellen – und zwar für immer.

Die Polizei hat als Reaktion auf zwei neue Fälle von Trickbetrug in Banken eine bundesweite Dauer-Warteschlange vor sämtlichen Geldinstituten eingerichtet. Jeder Kunde, der eine Überweisung tätigen will, muss sich künftig in einer Schlange anstellen, die morgens um sechs Uhr geöffnet und abends um zehn Uhr geschlossen wird. Wer nachweisen kann, dass er kein Betrüger ist, darf sich vorne einreihen. Wer den Nachweis nicht erbringt, reiht sich hinten ein und bleibt dort.

Die Maßnahme wurde nach einer Sitzung der Innenministerkonferenz bekannt gegeben. Ein Sprecher erklärte, man habe die Betrugsfälle «zum Anlass genommen, das Anstellen als präventive Grundhaltung im Bankwesen zu verankern». In den ersten Städten haben sich die Schlangen bereits über mehrere Straßenzüge erstreckt. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, Sonderzüge zu den größten Warteschlangen einzusetzen, damit Kunden aus dem Umland pünktlich um sechs Uhr morgens dort sein können.

Die Banken haben ihrerseits begonnen, die Schalterhallen zu vergrößern und zusätzliche Stühle aufzustellen. Ein Filialleiter in Frankfurt sagte, man habe «die Kundenbetreuung auf die Wartenden ausgeweitet» und serviere nun Tee und belegte Brote. Die Polizei kündigte an, die Schlangen künftig mit Kameras zu überwachen, um sicherzustellen, dass sich niemand vordrängelt. Wer beim Vordrängeln erwischt wird, muss sich nach Angaben eines Beamten «ganz hinten anstellen, und zwar in der Schlange vor der nächsten Filiale».

Für die kommende Woche ist geplant, die Warteschlangen auch auf Sparkassen, Volksbanken und Geldautomaten auszuweiten. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, man prüfe derzeit, ob man die Schlangen «auch auf Online-Überweisungen übertragen kann». Die Polizei wies darauf hin, dass die Maßnahme zunächst bis auf Weiteres gelte und «bei Erfolg dauerhaft bestehen bleibt».

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