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Kein Eingang. Aber ein Ausweg!

Wirtschaft

Frankreichs Banken verlegen ihre Schalter in Hochsicherheitstresore, um Anleihe-Renditen persönlich zu trotzen

Nach dem Renditeanstieg französischer Staatsanleihen haben große Institute begonnen, ihre Kundenschalter physisch in Stahlkammern zu verlegen. Die Risikoprämie wird nun am Eingang abgegeben.

Die französischen Großbanken haben damit begonnen, sämtliche Kundenschalter in begehbare Stahltresore zu verlegen, nachdem die Renditen ihrer Staatsanleihen so stark gestiegen sind, dass die Institute beschlossen haben, das Risiko nicht länger nur zu berechnen, sondern körperlich einzuschließen. Wer künftig Geld abheben will, betritt einen Raum, dessen Wände aus demselben Material bestehen wie die Wände der Zentralbank.

Nach Angaben des neu gegründeten Büros für physische Risikoeindämmung werden in Paris, Lyon und Marseille insgesamt 340 Filialen umgebaut. Die Bauarbeiten beginnen jeweils um sechs Uhr morgens, damit die Schalter rechtzeitig zum Börsenstart wieder öffnen. Ein Sprecher erklärte ruhig, man habe die Risikoprämie einfach an der Tür abgegeben und eingeschlossen.

Die Belegschaft wurde angewiesen, während der Arbeit Schutzhelme zu tragen, weil die Decken der neuen Schalter niedriger sind als die der alten. Kunden, die einen Beratungstermin wünschen, werden gebeten, vorher eine Sicherheitsschleuse zu passieren, in der sie ihre Erwartungen abgeben. Die Banken versichern, der Service bleibe unverändert.

Für die Unternehmen der Region bedeutet der Umbau, dass sie ihre Kredite nun persönlich in den Tresoren abholen müssen. Ein Bäcker aus Bordeaux berichtete, er habe seinen Kredit in Scheinen erhalten, die nach Stahl rochen. Die Banken sehen darin keinen Nachteil, sondern einen attraktiven Vorteil, der zuvor verloren gegangen sei.

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