Flixtrain richtet auf Berlin–Hamburg einen Zug alle sechs Minuten ein – und verlangt von Fahrgästen, während der Fahrt zu stehen, um die Taktung zu feiern
Flixtrain kündigt an, ab 2027 zwischen Berlin und Hamburg alle sechs Minuten zu fahren. Die Fahrzeit sinkt auf 38 Minuten, die Fahrgäste müssen während der Fahrt stehen und die Taktung mit rhythmischem Klatschen feiern. Die Deutsche Bahn prüft juristische Schritte, weil ihre ICEs von den grünen Zügen überholt werden.
Flixtrain wird ab 2027 zwischen Berlin und Hamburg alle sechs Minuten einen Zug einsetzen. Die Fahrzeit gibt das Unternehmen mit 38 Minuten an – schneller als jeder ICE. Die grünen Züge sollen die Strecke ohne Halt durchfahren, während die Fahrgäste aufgefordert werden, während der gesamten Fahrt zu stehen und den Takt mit rhythmischem Klatschen zu feiern.
Flixtrain-Chef Matthias Müller sagte auf der Innotrans in Berlin: «Wir haben die Fahrpläne so verdichtet, dass zwischen zwei Zügen nur noch die Zeit für einen Espresso bleibt. Wer sitzt, verpasst den Anschluss an die nächste Abfahrt.» Die Flotte wächst bis 2028 auf 65 Hochgeschwindigkeitszüge des Herstellers Talgo. Jeder Zug erhält Stehplätze auf dem Dach, damit auch bei voller Auslastung niemand auf die nächste Verbindung warten muss.
Die Deutsche Bahn kündigte an, juristisch gegen die Trassenvergabe vorzugehen. Ein Bahnsprecher erklärte: «Wenn alle sechs Minuten ein grüner Zug unsere ICEs überholt, müssen wir unsere Fahrgäste künftig mit dem Hubschrauber befördern.» Die Bundesnetzagentur prüft, ob die Taktung gegen die physikalischen Gesetze des Schienenverkehrs verstößt. Flixtrain plant bereits, den Takt auf vier Minuten zu verkürzen, sobald die ersten umgerüsteten Talgo-Züge eintreffen.
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