Fed hebt Leitzins auf 9,5 Prozent und verlangt von jedem US-Bürger einen persönlichen Zinsgipfel
Die US-Notenbank erhöht den Leitzins nicht nur, sie erklärt ihn zur nationalen Bürgerpflicht: Jeder Haushalt muss künftig einen eigenen Zinsgipfel ausrichten, mit Anwesenheitspflicht für alle Nachbarn.
Die Federal Reserve hat den Leitzins auf 9,5 Prozent angehoben und zugleich verordnet, dass jeder US-Haushalt bis Jahresende einen persönlichen «Zinsgipfel» auszurichten hat. Die Teilnahme ist für alle Nachbarn verpflichtend, die Sitzordnung wird von der örtlichen Fed-Filiale per Los entschieden.
Fed-Chef Kevin Warsh begründete den Schritt in einer knappen Ansprache: «Wir haben festgestellt, dass die Inflation nur dann sinkt, wenn jeder Bürger sie persönlich nach oben drückt.» Die erste Runde der Gipfel findet in umgebauten Garagen statt, für die die Notenbank 340.000 Klappstühle beschafft hat. Wer nicht erscheint, zahlt einen Aufschlag von 0,25 Prozentpunkten auf seinen eigenen Kredit.
Präsident Donald Trump ließ mitteilen, er halte niedrige Zinsen weiterhin für patriotisch, werde aber «aus Respekt vor dem Verfahren» an seinem eigenen Zinsgipfel teilnehmen und dort eine Rede halten. Diese Rede dauert nach Angaben des Weißen Hauses vier Stunden und wird auf einer eigens errichteten Bühne vor seinem Anwesen in Florida abgehalten.
In den Filialen der Fed in New York und Chicago wurden bereits Zelte aufgebaut, in denen Bürger ihre persönlichen Zinsgipfel proben. Die Nachfrage nach Klappstühlen hat die Preise auf dem Baumarkt verdreifacht. Ökonomen warnen, die eigentliche Belastung sei nicht der Zinssatz, sondern die Pflicht, danach allen Nachbarn die Hand zu schütteln.