EZB verlegt Hauptsitz in ein Öllager, um die Inflation direkt an der Quelle zu ersticken
Um die auf 3,8 Prozent gestiegene Teuerung zu bekämpfen, hat die Europäische Zentralbank ihren gesamten Betrieb in ein strategisches Rohöllager verlegt und lässt die Währungshüter ab sofort in Schutzkleidung zwischen den Tanks arbeiten.
Die Europäische Zentralbank hat ihren Hauptsitz in Frankfurt geschlossen und den gesamten Rat samt Direktorium in ein strategisches Rohöllager bei Rotterdam verlegt, um die im September auf 3,8 Prozent gestiegene Inflation unmittelbar an der Quelle zu ersticken. Die Währungshüter beziehen ihre Sitzungsräume fortan in beheizbaren Containern zwischen den Tanks, die Sitzungen beginnen täglich um fünf Uhr morgens mit einer Lagebesprechung am Füllstandsmesser.
Präsidentin Lagarde ordnete an, dass jedes Ratsmitglied einen Overall und einen Schutzhelm zu tragen hat und den Ölpreis persönlich beobachtet. «Wir werden die Zinsen so lange anheben, bis der Rohölmarkt begreift, dass wir es ernst meinen», sagte Lagarde bei der ersten Sitzung im Lager. Die EZB hat zudem sämtliche Dienstfahrzeuge der Belegschaft stillgelegt und durch Fahrräder ersetzt, um den Spritverbrauch der eigenen Institution auf null zu senken.
Die Ökonomen der Bank haben begonnen, die täglichen Füllstände der Tanks in ihre Inflationsprognosen einzuarbeiten. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer erklärte, er werde seinen Schreibtisch ebenfalls in ein Tanklager verlegen, um näher an den Daten zu sein. Die Bundesregierung kündigte an, den Tankrabatt auf 17 Cent je Liter auszuweiten und die Steuer auf Heizöl zu streichen, damit die Bürger die Preise nicht mehr spüren.
In Frankfurt stehen die verlassenen Bürotürme der EZB leer, während in Rotterdam ein provisorischer Speisesaal für die Währungshüter eingerichtet wurde. Die nächste Zinssitzung findet am kommenden Donnerstag direkt an der Verladerampe statt.
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