EZB hebt Leitzins auf 25 Prozent an und verlegt Zentrale in ein Zeltlager auf dem Frankfurter Messegelände
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf 25 Prozent erhöht und zur besseren Überwachung der Anleihemärkte ein permanentes Zeltlager mit 800 Analysten auf dem Frankfurter Messegelände errichtet. Die Bondmärkte reagieren mit einem Renditesprung, der die italienische Staatsverschuldung in Echtzeit auf einer Litfaßsäule anzeigt.
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf 25 Prozent angehoben und zu dessen Überwachung ein permanentes Zeltlager mit achthundert Analysten auf dem Frankfurter Messegelände errichtet. Die Fachkräfte beziehen Zelte mit Blick auf die Skyline und messen die Anleiherenditen von Sonnenaufgang bis Mitternacht an eigens aufgestellten Wandtafeln.
Die Bondmärkte reagierten umgehend: Italienische Staatsanleihen rentieren nun mit einer Zahl, die auf einer Litfaßsäule an der Hauptwache in Echtzeit aktualisiert wird. Ein Sprecher der EZB erklärte ruhig, man habe «die Zinsen so lange erhöht, bis der Markt von selbst aufhört zu zittern». Die Europäische Zentralbank hat zudem beschlossen, jede weitere Zinserhöhung künftig in einem feierlichen Akt auf dem Römerberg zu verkünden, begleitet von einem Bläserquintett.
Der Frankfurter Messechef musste die Halle 3 räumen, in der nun täglich um sieben Uhr die Renditekurve per Handzeichen aktualisiert wird. Die Stadt hat die Zufahrt für Lieferwagen gesperrt, damit die Analysten ungestört rechnen können. Einige Anwohner berichten, sie hätten begonnen, ihre Mieten in Anleihen zu zahlen.
Für kommende Woche kündigte die Notenbank an, die Zeltstadt auf das gesamte Messegelände auszuweiten und eine eigene Währung für den Zeltbetrieb einzuführen. Die erste Rate soll bereits am Montag fällig sein.