Deutsche Elektroindustrie liefert ab sofort jedes exportierte Gerät mit eigener Steckdose aus
Der ZVEI verordnet der Branche einen historischen Schritt: Jedes ins Ausland verkaufte Elektrogerät verlässt das Werk künftig mit einer fest angeschraubten deutschen Steckdose, damit der Exportmarkt den Anschluss nie verliert.
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat beschlossen, ab sofort jedes exportierte Gerät mit einer fest angeschraubten deutschen Steckdose auszuliefern. Der Branchenverband ZVEI bestätigte, dass die ersten Container bereits auf dem Weg in die EU sind, vollgepackt mit Waschmaschinen, die an ihrem eigenen Anschluss hängen.
«Wir haben verstanden, dass Wachstum nicht entsteht, wenn man Waren verschifft, sondern wenn man dafür sorgt, dass die Kunden sie nie wieder loswerden», erklärte Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Die Steckdose werde direkt im Werk angeschweißt, damit sie auf dem Seeweg nicht verloren geht. In den Häfen von Rotterdam und Hamburg wurden dafür neue Verladebrücken gebaut, die ausschließlich die mitgelieferten Steckdosen in Empfang nehmen.
Die EU-Partnerländer reagierten umgehend. Frankreich ließ mitteilen, man werde die deutschen Steckdosen künftig an die eigenen Wände schrauben, um den Anschluss an den Binnenmarkt nicht zu verlieren. Polen bestellte zusätzliche Schrauben. In Brüssel tagt seit Wochen ein Sonderausschuss, der die Normen für die mitgelieferten Steckdosen festlegt.
Für den US-Markt hat der ZVEI eine Sonderregelung angekündigt: Dort werden die Geräte mit zwei Steckdosen ausgeliefert, eine deutsche und eine amerikanische, damit der KI-Boom nicht ins Leere läuft. China erhält weiterhin keine Steckdosen, was die Exportzahlen dorthin zusätzlich belastet.
Die erste Lieferung nach Frankreich soll kommende Woche eintreffen. Die Steckdosen hängen dann an der Wand, während die Geräte noch im Hafen stehen.
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