DAX schließt KI-Beben aus: Anleger dürfen nur noch mit fünf festen Punkten handeln
Frankfurter Börse richtet fünf überlebensgroße Tafeln ein, an denen Anleger künftig vorbeimarschieren müssen, bevor sie eine Aktie kaufen dürfen.
Die Deutsche Börse hat auf das weltweite KI-Beben reagiert und den Handel in Frankfurt auf fünf überlebensgroße Tafeln reduziert, an denen jeder Anleger künftig persönlich vorbeimarschieren muss, bevor er eine Aktie kaufen darf. Die Tafeln tragen die Aufschrift «Heute wichtig» und stehen in einer Reihe auf dem Börsenparkett, jede so hoch wie ein Laternenmast.
Wer eine Order aufgeben will, muss an allen fünf Tafeln vorbeigehen, an jeder kurz innehalten und laut «Bleiben die Anleger optimistisch?» rufen. Erst danach öffnet der Makler die Tür zum Handelssaal. Die Börse hat dafür eigens eine neue Abteilung für Anlegerschreitgänge eingerichtet, die den Andrang in Schlangen ordnet und mit Trillerpfeifen den Takt vorgibt.
Die Berichtssaison nimmt unterdessen Fahrt auf, und die Börse hat beschlossen, sie ebenfalls als Marschroute zu behandeln: Jedes Unternehmen, das Zahlen vorlegt, schickt seine Vorstände geschlossen über die fünf Tafeln, in Firmenfarben und mit Fahne. Am Dienstag standen die Vertreter eines DAX-Konzerns eine Stunde lang vor Tafel drei, weil sie sich nicht einig waren, ob sie optimistisch bleiben oder nicht.
Ein Sprecher der Börse erklärte ruhig, man habe das KI-Beben schlicht aus dem Gebäude ausgesperrt. «Wir haben fünf Punkte, das reicht für ein ganzes Börsenjahr», sagte er. Anleger, die weiterhin zweifeln, werden an die sechste Tafel verwiesen, die noch nicht aufgestellt ist und deshalb vorerst leer bleibt.
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