Bank of America richtet landesweites Waschzwang-Programm ein – 1,2 Milliarden Dollar Strafe in bar vor dem Finanzministerium abgeliefert
Nach einer Rekordstrafe wegen Geldwäsche-Versäumnissen hat die Bank of America beschlossen, das Problem buchstäblich anzugehen: Ein landesweites Netz aus öffentlichen Waschanlagen soll jeden Dollar, der durch die Kassen geht, physisch reinigen. Die erste Rate der Strafe wurde in Säcken vor dem Treasury abgeladen.
Die Bank of America hat am Montag damit begonnen, sämtliche Filialen in den Vereinigten Staaten in öffentliche Waschanlagen umzubauen, nachdem das Finanzministerium eine Strafe von 1,2 Milliarden Dollar wegen Versäumnissen bei der Geldwäschebekämpfung verhängt hatte. Vor der Zentrale in Charlotte, North Carolina, wurde am selben Tag die erste Rate in Höhe von 400 Millionen Dollar in prall gefüllten Säcken abgeladen und von zwei Angestellten mit einem Gartenschlauch abgespritzt.
«Wir haben verstanden, dass Geld gewaschen werden muss, und wir haben es bisher offenbar nicht gründlich genug getan», erklärte ein ranghoher Manager der Bank in einer knappen Ansprache an die versammelten Mitarbeiter. «Deshalb werden ab sofort alle Transaktionen in unserer neuen Zentrale in Charlotte durch eine beheizte Waschstraße mit Schaumbürsten und Trockenpusten geschickt. Jeder Dollar, der unser Haus verlässt, ist danach nachweislich sauber.»
Das Programm sieht vor, dass Kunden künftig jeden Geldschein persönlich in einer der 4.300 umgebauten Filialen abgeben und nach einer Wartezeit von 45 Minuten gereinigt wieder in Empfang nehmen. Für Geschäftskunden mit hohem Volumen wurde ein Express-Schleudergang eingerichtet, der die Scheine in speziellen Körben durch eine Sprühvorrichtung mit Zitronenduft führt. Die Bank rechnet damit, dass die Wartezeiten in den ersten Wochen bis zu acht Stunden betragen könnten.
Das Finanzministerium begrüßte die Maßnahme ausdrücklich. Ein Sprecher sagte, man werde die Waschanlagen regelmäßig inspizieren und bei Bedarf weitere Strafen verhängen, «damit die Bank nicht wieder schmutziges Geld in Umlauf bringt». Die zweite Rate der Strafe soll kommende Woche in Form von 200.000 Münzen übergeben werden, die zuvor einzeln von Hand poliert werden.
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