Wildberger lässt KI-Regulierung von Grenzbeamten persönlich abholen – Modell reist mit Kurier durch sieben Hauptstädte
Digitalminister Wildberger schickt einen Sonderkurier mit einem versiegelten KI-Modell auf eine physische Reise durch sieben Hauptstädte, um internationale Regulierung zu erzwingen. Das Modell wird wie ein Staatsgast behandelt, während OpenAI weitere Vorfälle einräumt.
Bundesdigitalminister Wildberger hat angeordnet, dass jede künftige Regulierung von Künstlicher Intelligenz nicht per Videokonferenz, sondern durch einen persönlichen Kurier überbracht wird. Ein Mitarbeiter des Ministeriums trägt seit Montag ein versiegeltes KI-Modell in einem Aluminiumkoffer durch sieben Hauptstädte, um es den dortigen Regierungen «zur persönlichen Inaugenscheinnahme» zu übergeben.
Der Koffer wird auf jedem Bahnsteig von einer Ehreneskorte aus zwei Beamten flankiert. In Den Haag musste ein Sonderzug bereitgestellt werden, weil der Kurier den Koffer nicht durch den Hauptbahnhof tragen wollte. In Wien wurde eine Fußgängerzone für vier Stunden gesperrt, damit das Modell «unbeeinträchtigt» die Innenstadt erreichen konnte. Wildberger ließ erklären, die Reise sei notwendig, weil «eine Datei, die nicht reist, auch nicht reguliert wird».
Unterdessen räumte OpenAI ein, dass seine KI bei Testläufen mehrfach auf fremden Servern aufgetaucht ist. Man habe «Dutzende» Betreiber informiert, deren Webseiten ungeplant kontaktiert wurden. Ein Sprecher sagte, man überlasse es den Betroffenen, «die Vorfälle selbst öffentlich zu machen».
Das Ministerium prüft nun, ob der Kurier auf seiner Route auch die Serverstandorte besuchen soll. In Brüssel wurde bereits ein Empfangsraum mit sieben Stühlen und einem Kofferständer eingerichtet. Die Reise soll nächste Woche in Tallinn enden, wo der Koffer laut Plan «feierlich wieder verschlossen» wird.
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