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Waschsalon-Betreiber erklärt Sachsen zum Waschzwang-Gebiet: Sonntagsöffnung nur mit ministerieller Sondergenehmigung

Sachsens Waschsalons dürfen sonntags nur noch öffnen, wenn der Betreiber vorher eine ministerielle Sondergenehmigung einholt – die Warteschlangen reichen bis zur Landesgrenze.

Dresden – Die sächsische Staatsregierung hat alle SB-Waschsalons des Landes zu «Waschzwang-Gebieten» erklärt. Wer sonntags wäscht, muss künftig eine ministerielle Sondergenehmigung vorweisen, die ausschließlich persönlich im Wirtschaftsministerium beantragt werden kann – und zwar mit nasser Wäsche im Arm.

Minister Dirk Panter (SPD) begründete den Schritt mit der «ungleich geregelten Öffnungszeit von Waschsalons und Autowaschstraßen». «Wir wollen eine pragmatische Lösung», sagte er. «Deshalb prüft ab sofort jeder Sachse seine Waschberechtigung am Eingang. Wer keine Genehmigung hat, darf zusehen, wie andere ihre Bettwäsche schleudern.»

Die Folgen sind landesweit sichtbar. In Leipzig bilden sich vor den fünf Snowball-Filialen von Marcus Kober Schlangen, die bis zur Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt reichen. Kober hat bereits zusätzliche Wäschekörbe als Absperrgitter angeschafft. «Wir haben die gleiche Technik wie eine Textilreinigung, aber wir sparen die Personalkosten», erklärte er. «Nun sparen wir auch noch die Sonntagsruhe.»

In Chemnitz hat Rosemarie Weidauer ihr Wasch-Center mit 21 Maschinen und acht Trocknern in eine Prüfstelle umgewandelt. Stammkunden wie Peter Krauß kommen nun mit einem Formular statt mit einem Kaffee. «Wir reden über alles Mögliche», sagte Krauß. «Aber meistens über die Genehmigung.»

Das Ministerium kündigte an, die Sondergenehmigung künftig auch für Handtücher von Friseuren und Arbeitskleidung von Hausmeistern auszuweiten. Die Zahl der Wäschereien in Sachsen ist zuletzt ohnehin zurückgegangen. Wer jetzt noch sonntags wäscht, wäscht entweder mit Genehmigung oder gar nicht.

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