Uni Magdeburg verlegt kompletten Campus nach Indien – Rektor erklärt Weltoffenheit zur einzigen Studienordnung
Die Universität Magdeburg hat ihren gesamten Lehrbetrieb nach Bangalore verlegt, um die im Grundgesetz garantierte Weltoffenheit notfalls gegen eine künftige Landesregierung zu verteidigen. Rektor Strackeljan spricht von einer «logistischen Notwendigkeit».
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat ihren gesamten Campus auf die indische Hochebene von Bangalore verlegt. Rektor Jens Strackeljan begründete den Umzug am Montag mit der «im Grundgesetz garantierten Freiheit der Wissenschaft», die man nicht dem Risiko einer künftigen Landespolitik aussetzen wolle. Der Lehrbetrieb läuft seit dieser Woche vollständig in englischer Sprache, die Verwaltung wurde mitgezogen.
«Wenn eine Landesregierung sagen kann: Du kannst dieses Thema erforschen, aber nicht mit unserem Geld, dann müssen wir eben dort forschen, wo unser Geld bereits ist», sagte Strackeljan. Die Universität habe in den vergangenen Jahren sämtliche Drittmittel in indische Rupien umgetauscht und in Bangalore ein ehemaliges Callcenter angemietet. Die 2.200 indischen Studierenden müssen nun nicht mehr nach Sachsen-Anhalt einreisen, sondern können zu Fuß zur Vorlesung gehen. Für die verbliebenen deutschen Studierenden wurde ein Shuttlebus eingerichtet, der einmal pro Woche vom Magdeburger Hauptbahnhof zum Flughafen Leipzig/Halle fährt.
Die Landesregierung zeigte sich irritiert. Ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums erklärte, man prüfe, ob die Verlegung einer Universität überhaupt genehmigungsfähig sei, und ob der Freistaat weiterhin Miete für ein Gebäude zahle, in dem niemand mehr sitze. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft teilte mit, sie werde ihre Förderkriterien nicht ändern, aber künftig Reisekosten für Gutachter nach Bangalore übernehmen. Der Rektor kündigte an, als Nächstes die Mensa nach Mumbai auszulagern, damit die Currys frischer seien.
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