Trump lässt OSZE-Beobachter mit Bulldozern vom Capitol vertreiben
Die OSZE-Wahlbeobachter werden nicht mehr eingeladen – sie werden mit schwerem Gerät vom Gelände entfernt. Trump ordnet den Abriss des Beobachterpavillons an, während die Organisation ihre Zelte in Virginia aufschlägt.
WASHINGTON – US-Präsident Donald Trump hat die OSZE nicht nur ausgeladen, sondern die Wahlbeobachter mit einer Kompanie des Army Corps of Engineers vom Capitol-Gelände vertreiben lassen. Bulldozer rissen am Dienstagmorgen den seit 2002 genutzten Beobachterpavillon ab, während OSZE-Mitarbeiter ihre Stühle und Kaffeebecher über den Rasen trugen.
«Wer die Integrität von Wahlen will, lässt Wahlbeobachter nicht außen vor», sagte OSZE-Präsident Jan Petersen, während ein Bagger seinen Schreibtisch zermalmte. Die Organisation verlegte ihr Hauptquartier kurzerhand auf einen Acker in Virginia, wo sie nun mit Feldbetten und Ferngläsern die Zwischenwahlen verfolgt. Petersen kündigte an, die Beobachtermission notfalls von einem Heißluftballon aus fortzusetzen.
Trump erklärte, die OSZE habe «zu genau hingeschaut». Künftig werde jede Wahl von einem Gremium aus drei republikanischen Senatoren und einem Pappaufsteller überwacht. Das Weiße Haus ließ verlauten, der Abriss sei «eine Investition in saubere Wahllokale».
Die OSZE plant bereits den Gegenschlag: Ein schwimmendes Beobachtungszentrum auf dem Potomac, ausgestattet mit Teleskopen und Schlauchbooten. Petersen betonte, man werde «jeden Stimmzettel sehen, und sei es vom Wasser aus».
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