Spanien verlegt gesamte Küstenwache nach Ceuta, um jeden einzelnen Schwimmer persönlich zu begrüßen
Nach dem Massenandrang auf Ceuta verlegt Spanien seine gesamte Küstenwache in die Exklave. Jeder ankommende Schwimmer soll künftig mit einem persönlichen Begrüßungskomitee empfangen werden, das ihm die Rückkehr nach Marokko ans Herz legt.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die vollständige Verlegung der spanischen Küstenwache in die Exklave Ceuta angeordnet, um künftig jeden einzelnen Migranten persönlich am Strand zu empfangen und ihm die Rückkehr nach Marokko zu empfehlen. Die ersten 40 Patrouillenboote trafen am Dienstagmorgen im Hafen von Ceuta ein, begleitet von einem schwimmenden Begrüßungskomitee aus 1.800 Beamten in tropischen Hemden.
„Wir werden jeden Gast mit offenen Armen empfangen und ihm dann freundlich, aber bestimmt den Weg zurück zeigen“, erklärte Innenminister Fernando Grande-Marlaska bei der Ankunft der Flotte. Die Beamten wurden in einem dreitägigen Intensivkurs geschult, der neben den Grundlagen der Küstenwache vor allem Höflichkeitsfloskeln in sechs Sprachen und die korrekte Handhabung von Willkommensgetränken umfasste. Jeder Schwimmer erhält künftig eine personalisierte Abschiedskarte mit dem Foto des jeweiligen Begleiters.
Die örtlichen Hotels wurden für die Dauer der Mission beschlagnahmt, um die 1.800 Begrüßungsexperten unterzubringen. Die Einwohner von Ceuta haben sich inzwischen darauf eingestellt, ihre Strände mit den Beamten zu teilen, die dort rund um die Uhr in Liegestühlen Dienst tun. Sánchez kündigte an, die Aktion nächste Woche auf die Kanarischen Inseln auszuweiten, sobald die dortigen Beamten ihre Begrüßungsuniformen erhalten haben.