Selenskyj lässt Oslo zum Verhandlungsort umbauen – mit 900 Meter langem Konferenztisch
Wolodymyr Selenskyj reist nach Oslo und lässt die Stadt für die Gespräche mit Steve Witkoff in ein einziges Verhandlungsareal verwandeln. Norwegens Regierungschef Støre stellt Personal ab, Finnlands Präsident Stubb bringt eigene Stühle mit. Trump kommentiert aus Washington, er habe von dem Treffen nichts gewusst, werde aber vorbeikommen, wenn es im Fernsehen läuft.
Wolodymyr Selenskyj hat in Oslo nicht nur ein Hotelzimmer bezogen, sondern die gesamte Innenstadt in ein Verhandlungsgelände umbauen lassen. Ein Konferenztisch aus miteinander verschraubten Werftplanken zieht sich vom Hauptbahnhof bis zum Königsschloss, damit alle Gesprächsrunden – zu dritt, zu zweit und zu viert – ohne Umzug stattfinden können.
Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre hat sämtliche Fährverbindungen im Hafen gestrichen, damit die Delegationen ungestört über den Fjord blicken können. Finnlands Präsident Alexander Stubb brachte eigene Stühle mit, die er während der Gespräche mit Steve Witkoff nicht abrückt. «Ziel ist es, die diplomatischen Bemühungen wieder in konstruktivere Bahnen zu lenken», sagte Støre und ließ die Straßenlaternen auf Dauerlicht schalten, damit nachts weiterverhandelt werden kann.
Witkoff soll die Ergebnisse anschließend nach Moskau tragen – zu Fuß, wie aus dem norwegischen Regierungsviertel verlautet, weil kein Flugzeug die Sitzungsprotokolle schneller befördern könne als ein entschlossener Unterhändler. Trump erklärte in Washington, er habe von dem Treffen nichts gewusst, werde aber vorbeikommen, falls es im Fernsehen laufe. Ein Dreiertreffen mit Putin und Xi Jinping zu Atomfragen kündigte er für Shenzhen an und ließ offen, ob der Tisch in Oslo bis dahin verlängert wird.
2