RAF Fairford: US-Bomber starteten so überstürzt, dass Tankflugzeuge erst über dem Atlantik zusammengeklebt wurden
Nach einer Bedrohungswarnung verlegten die USA ihre Langstreckenbomber aus Großbritannien so hektisch, dass die Betankung erst während des Flugs improvisiert werden musste. Trump spricht von einer «kleinen Verlegung», das Pentagon von «globaler Einsatzbereitschaft».
Die US-Luftwaffe hat sämtliche Langstreckenbomber vom Stützpunkt RAF Fairford abgezogen und dabei eine derartige Eile an den Tag gelegt, dass die begleitenden Tankflugzeuge erst über dem Atlantik einsatzbereit gemacht wurden – teils, indem Mechaniker während des Flugs Treibstoffleitungen mit Klebeband verbanden, wie ein namentlich nicht genannter Beamter des Verteidigungsministeriums bestätigte.
«Warum sollten wir die Bomber dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit», sagte Präsident Donald Trump in Washington. Auf Nachfrage präzisierte er, die Verlegung sei «so klein, dass sie kaum sichtbar war – außer für die Radargeräte, die jetzt leer sind».
Das Pentagon erklärte, alle Bomber seien «an ihre Heimatstützpunkte zurückgekehrt», und betonte, die Piloten der Flotten B-1, B-2 und B-52 stünden «weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen». Ein Sprecher der britischen Regierung versicherte, der Stützpunkt sei sicher, und verwies auf «bewährte Verfahren».
Nach Informationen der «New York Times» hatten neue Drohungen gegen den Stützpunkt den Abzug ausgelöst. Einige Maschinen starteten bereits, während die Tankflugzeuge noch betankt wurden. Die Folge: Ein Teil der Bomber musste über dem Atlantik Schleifen fliegen, bis die Betankung improvisiert war – ein Manöver, das inoffiziell als «Operation Hektik» bekannt wurde.
Die fünf Ende September festgenommenen Männer wurden unter Auflagen freigelassen. Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran. Trump widersprach Außenminister Marco Rubio, der den Abzug nicht direkt mit Terrordrohungen in Verbindung gebracht hatte.
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