Putin lädt Trump und Xi zu Dauer-Gipfel in Peking ein – Selenskyj schickt 40.000 Freiwillige als Saaldiener
Der Kreml verlegt die Ukraine-Verhandlungen dauerhaft nach Peking, ohne Kiew einzuladen. Selenskyj reagiert mit einer eigenen Delegation, die größer ist als der Gipfel selbst.
Wladimir Putin hat Donald Trump und Xi Jinping zu einem Verhandlungsgipfel nach Peking eingeladen, der laut Kremlangaben «bis zur vollständigen Klärung aller Fragen» dauern soll – mit täglichen Sitzungen, einem eigenen Speisesaal und einem festen Platz für jeden Teilnehmer, nur nicht für die Ukraine.
Der Kreml hat für die Dauer des Gipfels ein ganzes Stockwerk des Pekinger Konferenzzentrums angemietet und dort eine ständige russische Küche eingerichtet, damit die Delegation «nicht durch Heimweh abgelenkt wird», wie ein Sprecher erklärte. Trump wiederum ließ verlauten, er werde nur anreisen, wenn ihm ein eigener roter Teppich vom Flugfeld bis zum Verhandlungstisch verlegt wird, und zwar «in einer Länge, die der Bedeutung Amerikas entspricht».
Wolodymyr Selenskyj hat auf die Einladung ohne Einladung mit einer eigenen Delegation reagiert: Kiew schickt nach Angaben aus dem Präsidialbüro eine Gruppe von Freiwilligen, die größer ist als die gesamte chinesische Gastgebermannschaft, und die sich in Peking als Saaldiener, Übersetzer und Kaffeeausgeber anbietet. «Wenn wir schon nicht am Tisch sitzen, dann wenigstens an jedem Tisch im Raum», sagte ein hochrangiger ukrainischer Beamter.
Die chinesische Seite hat inzwischen zusätzliche Stühle bestellt, die russische Delegation fordert derweil, dass über die Ukraine nur in einem Nebenraum gesprochen wird, zu dem Kiew keinen Zutritt erhält. Trump erklärte vor Journalisten, er werde «sehr bald» einen Durchbruch verkünden, und zwar «sobald ich weiß, worum es geht».
2