Putin ernennt Schröder zum Zeremonienmeister seines Geburtstags und lässt ihn die Feierlichkeiten in einer Dauerschleife ausrichten
Wladimir Putin hat Gerhard Schröder nicht nur eingeladen, sondern ihn zum ständigen Zeremonienmeister seines Geburtstags ernannt. Schröder richtet die Feierlichkeiten nun in einer Dauerschleife aus, während der Kreml Fotos von jedem Durchgang veröffentlicht.
Wladimir Putin hat Gerhard Schröder an seinem Geburtstag nicht bloß empfangen, sondern ihn zum ständigen Zeremonienmeister der Feierlichkeiten ernannt. Schröder richtet den Empfang seither in einer Dauerschleife aus: Kerzen ausblasen, Hymne anstimmen, Gratulanten durchwinken, von vorn.
Der Kreml veröffentlicht nach jedem Durchgang neue Fotos. Auf ihnen ist zu sehen, wie Schröder mit steinerner Miene die Gästeliste abarbeitet, die inzwischen so lang ist, dass sie auf Rollen durch den Saal geschoben wird. Ein Mitarbeiter des Protokolls erklärte, der Altkanzler habe sich bereit erklärt, «bis zur vollständigen Erschöpfung aller Anwesenden» im Amt zu bleiben.
Für die russische Hauptstadt hat das Folgen. Weil die Feier nicht endet, wurden um das Anwesen herum zusätzliche Haltestellen für Shuttlebusse eingerichtet, die Gratulanten im Akkord heran- und wieder abfahren. Die Moskauer Stadtverwaltung stellte einen Sonderfahrplan auf, der ausschließlich die Route «Zufahrt – Gratulation – Abfahrt» bedient.
Putin selbst ließ ausrichten, er schätze die Verlässlichkeit seines alten Freundes. Man prüfe, ob die Zeremonie auf weitere Feiertage ausgeweitet werden könne. Schröder, so heißt es aus dem Umfeld, habe bereits zugestimmt, auch Neujahr und den Tag des Sieges künftig im selben Rhythmus zu bestreiten.
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