Polen verlegt Starlink-Station ins Auswärtige Amt – Tusk lässt jede Schraube einzeln nach Deutschland eskortieren
Nach dem Brand einer Starlink-Bodenstation in Polen eskaliert Warschau: Die gesamte Anlage wird zerlegt und unter Polizeischutz nach Deutschland gebracht, wo jede einzelne Schraube als Beweismittel in einer feierlichen Zeremonie übergeben wird.
WARSCHAU – Die polnische Regierung hat die ausgebrannte Starlink-Bodenstation vollständig zerlegen lassen und jedes einzelne Bauteil unter schwerer Bewachung nach Deutschland eskortiert, wo die Überreste nun in einer feierlichen Zeremonie an die Bundesanwaltschaft übergeben werden.
Ministerpräsident Donald Tusk sprach von einem «Akt hybrider Kriegsführung», der eine derart gründliche Antwort erfordere, dass man beschloss, die Station nicht nur zu untersuchen, sondern sie physisch nach Deutschland zu schaffen. Ein Konvoi aus siebzehn Lastwagen, eskortiert von polnischer Militärpolizei und begleitet von einem eigens eingerichteten Feldkochwagen, traf am Grenzübergang ein. Jede Schraube wurde einzeln in nummerierte Stoffbeutel verpackt und von einem Beamten getragen, der für jeden Schritt eine Quittung ausstellte.
In Berlin angekommen, richtete die Bundesanwaltschaft eine provisorische Halle ein, in der die Trümmer aufgereiht und mit kleinen Fähnchen versehen wurden. Ein Sprecher erklärte, man prüfe derzeit, ob die Station als Ganzes oder nur in Teilen als Beweismittel diene. «Wir haben die Antenne bereits dreimal umquartiert, um sicherzugehen, dass sie sich nicht weiterbewegt», sagte er ernst. Die Kosten für den Transport trägt der Bund, der dafür eigens einen Nachtragshaushalt vorbereitet.
Die Ukraine zeigte sich derweil unbeeindruckt: Ein hochrangiger Beamter in Kiew erklärte, man habe die Datenverbindung bereits durch ein noch leistungsfähigeres System ersetzt, das schneller sei als der polnische Konvoi je fahren könne. In Warschau kündigte Tusk an, als Nächstes die Stromleitungen der Region einzeln nach Deutschland zu bringen, um weitere Sabotageakte auszuschließen.
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