Pistorius wandert zu Fuß nach Washington, um Hegseth persönlich die F-35 auf den Hof zu tragen
Der Verteidigungsminister hat sich entschieden, die transatlantische Rüstungskooperation durch eine persönliche Fußreise zu beschleunigen. Die erste Maschine wird unterwegs zusammengebaut.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am Montagmorgen den Dienstwagen in Berlin stehen lassen und ist zu Fuß in Richtung Washington aufgebrochen. Er führt einen zweiachsigen Anhänger mit, auf dem der erste in Deutschland gefertigte Rumpf eines Tarnkappenjets liegt. Die Strecke will er in Etappen zurücklegen, weil das Material unterwegs weiter montiert werden muss.
Das Verteidigungsministerium hat entlang der Route zwölf provisorische Werkshallen errichtet. In jeder Halle wird der Jet um ein weiteres Bauteil ergänzt. Fachkräfte aus Augsburg und Bremen reisen mit, um die Endmontage noch vor dem Treffen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth abzuschließen. «Wir wollten keine Zeit verlieren», erklärte ein Sprecher. «Wenn wir die Maschine selbst bringen, spart das einen Frachtflug.»
In Fort Worth hat Lockheed Martin bereits damit begonnen, die Werkshalle zu räumen, damit der Anhänger hineinpasst. Die US-Seite zeigt sich beeindruckt: Ein hochrangiger Beamter sprach von einer «bemerkenswerten Logistikleistung». Pistorius plant, auf dem Rückweg die Tomahawk-Bestellung persönlich in einem Handwagen mitzunehmen.
Die Nato prüft inzwischen, ob weitere Mitgliedstaaten ihre Verteidigungsminister zu Fuß losschicken. Ein interner Vermerk empfiehlt, die Route künftig als «Rüstungspilgerweg» auszuschildern.