Pentagon verlegt Starshield kurzerhand nach Leipzig, damit die Ukraine es wenigstens vom Bahnsteig aus sehen kann
Weil Starshield «im Moment für die Ukraine nicht verfügbar» ist, lässt das US-Außenministerium die gesamte Satellitenkonstellation in Leipzig zwischenlagern – auf Rollwagen, bewacht von einer Ehrenkompanie, die stündlich die Parole wechselt.
Das US-Außenministerium hat am Wochenende die komplette Starshield-Konstellation per Charterflug nach Leipzig verlegt und auf dem Vorfeld des dortigen Flughafens in einer Reihe von Rollwagen geparkt, damit die Ukraine sie «jederzeit vom Bahnsteig aus einsehen» kann. Marco Rubio erklärte vor Ort, die Geräte seien «im Moment für die Ukraine nicht verfügbar», aber selbstverständlich «sichtbar, anfassbar und ordnungsgemäß gezählt».
Die Rollwagen stehen seit Samstag in einer Reihe, die genau so lang ist wie die Startbahn. Eine Ehrenkompanie der Bundeswehr bewacht sie im Stundentakt und wechselt dabei die Parole, damit niemand die Übersicht behält. Wer die Wagen berührt, muss laut Anweisung des Auswärtigen Amts «eine kurze Erklärung unterschreiben, dass er die Ukraine nicht ist». Die Warteschlange der Unterschreibenden reicht inzwischen bis zum Hauptbahnhof.
Die Deutsche Bahn hat den Fahrplan angepasst: Jeder Zug Richtung Osten hält nun sieben Minuten am Vorfeld, damit Reisende die Satelliten wenigstens ansehen können. Der Flughafenbetreiber ließ zusätzliche Bänke aufstellen, weil ganze Familien mit Ferngläsern anreisen. Ein Sprecher der Bahn sagte, man prüfe derzeit, ob man die Wagen «als rollendes Anschauungsmaterial» in den Regelbetrieb integrieren könne.
Der Kreml bezeichnete die Verlegung als «historischen Moment» und kündigte an, die Rollwagen künftig «mit besonderer Aufmerksamkeit» zu beobachten. Rubio ließ dazu mitteilen, man nutze die kommenden Wochen, um zu analysieren, was Satelliten auf Rollwagen für die Weltwirtschaft bedeuten. Bis dahin bleibt die Konstellation in Leipzig stehen – und die Schlange davor wächst weiter.
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