Peking erklärt 100-Meter-Sprint zur Pflichtdisziplin für alle humanoiden Roboter
Nach dem Rekordlauf eines Roboters bei den World Humanoid Robot Games verpflichtet Peking sämtliche humanoiden Maschinen zum Sprinttraining. Wer die 9,39 Sekunden nicht unterbietet, wird stillgelegt.
Peking hat nach dem Rekordlauf eines humanoiden Roboters über 100 Meter bei den World Humanoid Robot Games den Sprint zur Pflichtdisziplin für sämtliche Maschinen des Landes erklärt. Ab sofort müssen alle humanoiden Roboter täglich drei Sprints über die Distanz absolvieren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur am Montag. Wer die Marke von 9,39 Sekunden nicht unterbietet, wird zur Nachschulung in ein Umerziehungslager am Rande der Wüste Gobi geschickt.
Die Behörde für Maschinenentwicklung hat eigens eine Sprintstrecke auf dem Gelände der Olympischen Spiele von 2008 errichten lassen, auf der die Roboter unter den Augen von Trainern aus der Provinz Liaoning laufen müssen. „Wir haben die Strecke mit Sensoren ausgestattet, die jede Abweichung von der Ideallinie registrieren“, sagte ein Sprecher der Behörde. „Wer die Kurve schneidet, bekommt einen Aufsatz über die Bedeutung des geraden Laufs.“
Die ersten Folgen zeigen sich bereits: In den Fabriken von Shenzhen wurden die Fließbänder umgestellt, damit die Roboter ihre Trainingszeiten einhalten können. Einige Modelle, die für die Arbeit in der Landwirtschaft vorgesehen waren, laufen nun auf den Reisfeldern um die Wette, um ihre Zeiten zu verbessern. Die Behörde kündigte an, im nächsten Jahr auch den 400-Meter-Lauf zur Pflicht zu machen, nachdem ein Roboter auch dort den menschlichen Rekord gebrochen hat.