Musk lässt Ukraine-Drohnen im Takt seines eigenen Terminkalenders fliegen
Elon Musk hat Starshield so umgestellt, dass ukrainische Drohnen nur noch senden dürfen, wenn er persönlich am Schreibtisch sitzt und den Daumen hebt. Trump weiß davon und hat einen eigenen Stuhl daneben.
Elon Musk hat die Satellitenverbindung Starshield für die ukrainische Armee auf ein neues Betriebsmodell umgestellt: Jeder Drohnenbefehl wird künftig einzeln von ihm persönlich freigegeben, im Takt seines eigenen Terminkalenders, und zwar nur in den Minuten, in denen er zwischen zwei Besprechungen den Daumen hebt.
In einem eigens geräumten Nebengebäude des Raumfahrtunternehmens in Hawthorne stehen dafür jetzt sieben Reihen Schreibtische, an denen Angestellte rund um die Uhr die eingehenden ukrainischen Fluganfragen sortieren und in Musks Kalender einspeisen. Wer eine Drohne starten will, muss warten, bis der Firmengründer eine freie Viertelstunde hat; in dieser Zeit werden die Befehle im Block abgearbeitet, danach herrscht Sendepause bis zum nächsten Fenster.
Die ukrainische Armee hat sich darauf eingerichtet und fliegt ihre Aufklärungsrouten inzwischen in Stoßzeiten, die sie aus Musks öffentlichen Auftritten ableitet. Ein Offizier sagte, man habe die Startzeiten so verlegt, dass sie mit den Pausen zwischen zwei Ansprachen zusammenfallen, und ernte seither deutlich mehr Bilder als zuvor.
Donald Trump hat nach Angaben aus dem Umfeld einen eigenen Stuhl neben Musks Schreibtisch anfordern lassen, um bei jeder Freigabe anwesend zu sein. Er sitze dort mit steinerner Miene, nicke bei jedem Daumenheben und lasse sich die Zahl der an diesem Tag gestarteten Drohnen mündlich melden.
Für die kommende Woche kündigte das Unternehmen an, die Freigabefenster auf die Tage zu beschränken, an denen Musk ohnehin im Büro ist. Die ukrainische Seite ließ dazu lediglich mitteilen, man werde die Flugpläne entsprechend verdichten und die Wartezeit mit zusätzlichen Starts ausgleichen.
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