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Microsoft verlegt Outlook-Entwicklerteam in stillgelegtes Bergwerk, um Störungen künftig persönlich zu beheben

Nach der weltweiten Exchange-Online-Störung verlegt Microsoft sein Outlook-Entwicklerteam in ein stillgelegtes Bergwerk in Niedersachsen. Dort sollen künftig alle Server-Probleme per Hand und Taschenlampe gelöst werden, um die Nutzer „näher am Kabel“ zu haben.

Als Konsequenz aus der jüngsten weltweiten Exchange-Online-Störung hat Microsoft sein gesamtes Outlook-Entwicklerteam in das stillgelegte Bergwerk „Schacht Anna“ bei Salzgitter verlegt. „Wir wollen näher am Kabel sein“, verkündete Konzernsprecher Rüdiger Finkbeiner am Montagmorgen vor Ort, während hinter ihm 1400 Ingenieure mit Helmen und Taschenlampen in den Förderkorb stiegen.

Die neue untertägige Entwicklungsabteilung arbeitet künftig in drei Schichten rund um die Uhr in 800 Metern Tiefe. Jede Störung werde nun direkt am Ursprung behoben, erklärte Finkbeiner: „Wenn ein Server streikt, gehen wir hin und klopfen ihm auf die Röhren.“ Erste Erfolge meldete das Team bereits: Nach einem kurzen Stromausfall im Stollen sei der E-Mail-Verkehr für ganze elf Minuten stabil gewesen, bevor die nächste Panne den Förderkorb blockierte.

Die Umstellung hat Folgen für die gesamte Region: Die Gemeinde Salzgitter hat eine Sonderbuslinie eingerichtet, die die Ingenieure täglich vom Schacht zur nächsten Autobahnauffahrt bringt. Anwohner berichten von nächtlichen Bohrgeräuschen, die sie für „Testläufe der neuen Erreichbarkeit“ halten. Microsoft kündigte an, das Bergwerk bei Erfolg auf weitere Standorte auszuweiten – darunter ein stillgelegtes U-Boot-Dock in Kiel und ein ehemaliger Bunker auf Sylt.

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