Microsoft erklärt weltweiten E-Mail-Stillstand zum gesetzlichen Feiertag
Nach dem weltweiten Ausfall von Outlook erklärt Microsoft den Tag zum unternehmensweiten Feiertag. Mitarbeiter und Nutzer sollen die Zwangspause als Chance zur Besinnung nutzen.
Der weltweite Ausfall von Microsoft Outlook ist am Montagabend offiziell zum unternehmensweiten Feiertag erklärt worden. In einer Mitteilung an alle Mitarbeiter und Kunden heißt es, der Tag diene der „kollektiven Besinnung auf das Wesen der Kommunikation“. Sämtliche Server in den Rechenzentren von Redmond bis Dublin wurden feierlich abgeschaltet, die Techniker erhielten Freibier und ein Merkblatt mit Atemübungen.
Die Störung, die durch einen Fehler in der Cloud-Infrastruktur ausgelöst wurde, habe man bewusst nicht behoben, erklärte ein Sprecher. „Wir haben erkannt, dass die ständige Erreichbarkeit unsere Mitarbeiter entfremdet hat. Nun nutzen wir die Gelegenheit für einen digitalen Ruhetag.“ In den Büros des Konzerns wurden daraufhin alle Bildschirme mit Stoffbahnen verhängt, und in der Kantine servierte man statt Kaffee nur noch Kräutertee. Erste Kunden berichten, dass sie die Zwangspause nutzten, um echte Briefe zu schreiben; die Postämter melden einen Ansturm.
Microsoft kündigte an, den Feiertag künftig jährlich am dritten Montag im September zu begehen, unabhängig von technischen Pannen. „Wir haben gemerkt, dass ein geplanter Stillstand besser ist als ein ungeplanter“, so der Sprecher weiter. Die betroffenen Nutzer sollen derweil keine Änderungen an ihren Computern vornehmen, sondern die Zeit für einen Spaziergang nutzen. Wann der Dienst wieder vollständig zur Verfügung steht, ließ das Unternehmen offen – man wolle sich nicht unter Druck setzen lassen.