Merz lässt Nvidia-Chef auf rotem Teppich durch Berlin tragen, 200 Konzernlenker warten in Hangar 4
Beim Investitionsgipfel in Berlin wird Huang wie ein Staatsgast eskortiert, während 200 Unternehmenschefs in einem umgebauten Flughafenhangar nach festen Regeln warten und die Bundesregierung den roten Teppich bis zum Brandenburger Tor ausrollt.
Bundeskanzler Merz hat den roten Teppich für den Investitionsgipfel in Berlin nicht ausgerollt, sondern in einer Nachtaktion von einer Spedition auf einer Länge von elf Kilometern verlegen lassen, vom Kanzleramt bis zum Flughafen BER, damit der Chef des US-Chipherstellers Nvidia, Huang, ihn ohne Unterbrechung entlanggehen kann.
Die etwa 200 erwarteten Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland werden derweil in Hangar 4 des Flughafens in einer Wartezone mit eigenen Regeln untergebracht. Wer den Saal betreten will, muss dreimal seinen Namen nennen, einmal die eigene Investitionssumme flüstern und darf erst nach dem dritten Gong Platz nehmen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte am Abend: «Wir wollen ein Willkommenssignal senden, und Signale müssen eine klare Form haben.»
Zwei Ministerien nutzen den Gipfel, um mit Nvidia eine Absichtserklärung über KI-Modelle für Roboter und Industrieanlagen zu unterzeichnen. Die Zeremonie findet auf einem Podest statt, das eigens aus Stahlplatten geschweißt wurde, damit Huang beim Gehen nicht ins Schwanken gerät. Merz persönlich hält die Platte fest, während die Ministerien unterschreiben.
Für die übrigen Gäste wurde ein Zeitplan ausgehängt: Wer nach dem dritten Gong noch steht, wird von einem Ordner an den Rand des Teppichs geführt und darf von dort aus zusehen, wie der Stargast vorbeikommt. Am zweiten Tag soll der Teppich aufgerollt und als Andenken an die anwesenden Konzernlenker verteilt werden, ein Meter pro Person.
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