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Macron und Carney verlegen Frankreichs Grenze per Fußmarsch auf kanadisches Festland

Nach einem Treffen auf Saint-Pierre-et-Miquelon begeben sich Macron und Carney zu Fuß über das Packeis nach Neufundland, um die neue Energie- und Sicherheitspartnerschaft durch eine dauerhafte französische Zollstation zu besiegeln. Die Inselbewohner müssen ihre Häuser für die neue Grenzlinie räumen.

Saint-Pierre-et-Miquelon – Die französische Grenze zu Kanada verläuft seit Donnerstagmorgen nicht mehr im Wasser, sondern mitten durch die Provinz Neufundland. Staatspräsident Emmanuel Macron und Premierminister Mark Carney haben die neue Landgrenze persönlich zu Fuß abgeschritten, über das Packeis, in wattierten Parkas, mit einem amtlichen Grenzstein im Gepäck.

«Wir teilen eine Weltsicht, und ab heute teilen wir auch einen Grenzverlauf», sagte Macron, während er den Stein in den Schnee setzte. Carney ergänzte, man habe die Raumfahrtbehörden und Verteidigungsministerien angewiesen, die gemeinsame Infrastruktur künftig auf beiden Seiten derselben Straße zu betreiben. Die erste Maßnahme: eine französische Zollstation in der kanadischen Kleinstadt Fortune, besetzt rund um die Uhr, mit Schichtplan und Kaffeekasse.

Die Bewohner von Saint-Pierre-et-Miquelon müssen ihre Häuser innerhalb von sechs Wochen räumen, damit die Inselgruppe als Grenzvorfeld neu aufgeschüttet werden kann. Wer bleiben will, erhält einen Anstecker und die Pflicht, bei jedem Grenzübertritt die Marseillaise zu summen. Kanadische Fischer dürfen nur noch mit französischem Stempel ins Wasser, der Stempel wird am Kai von einem Beamten in Badehose ausgegeben.

Die Regierungen beider Länder haben angekündigt, die Zeremonie künftig jeden Monat zu wiederholen, bei jedem Wetter, bis die Grenze eingeübt ist. Für kommenden Dienstag ist ein gemeinsamer Marsch der Kabinette geplant, mit Schneeschuhen und Aktenkoffern. Die Spritpreise, so hieß es, blieben unter Kontrolle, weil niemand mehr tanken muss, der zu Fuß geht.

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