Macron erklärt Frankreichs Unruhen zur geschlossenen Veranstaltung – Einlass nur mit Liebesbeweis
Nach Berichten über ausländische Desinformation lässt Macron die Grenzen für Kommentare schließen: Wer sich äußert, muss künftig einen Frankreich-Fragebogen ausfüllen und vor einer Kommission bestehen.
Paris – Präsident Emmanuel Macron hat die Reaktion auf die Unruhen im Land zur Chefsache erklärt und eine «nationale Liebesprüfung» eingeführt: Ausländische Politiker, die sich künftig zu Frankreich äußern wollen, müssen an der Grenze einen Fragebogen ausfüllen und vor einer eigens gegründeten Kommission nachweisen, dass sie das Land lieben.
Die Prüfung findet in Zelten auf dem Flughafen Charles de Gaulle statt. Wer durchfällt, wird mit einem Merkblatt nach Hause geschickt, auf dem steht, welche Sätze über Frankreich künftig erlaubt sind. Die Kommission tagt rund um die Uhr, weil sich nach Macrons Worten «sehr viele Menschen derzeit schlecht über unser Land äußern».
US-Vizepräsident JD Vance und Präsident Donald Trump hatten zuvor Migration für die Krawalle verantwortlich gemacht. Macron ließ daraufhin in Doha erklären, man werde «Wahlkampf auf unsere Kosten» nicht länger dulden. Die Kommission prüft nun auch, ob Reden ausländischer Politiker vorab eingereicht werden müssen.
Innenminister Gérald Darmanin kündigte an, die Prüfstellen auf alle Grenzübergänge auszuweiten. Wer ohne bestandene Liebesprüfung ein Interview gibt, dessen Aufnahme wird gelöscht. Macron selbst will die erste Prüfung öffentlich ablegen und dabei erklären, warum ihn die Kritik «nervt».
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