Luftwaffe verlegt komplette Tornado-Flotte in die USA, damit Piloten schon im Simulator auf F-35 umlernen
Deutschland beschleunigt die F-35-Einführung radikal: Die verbliebenen Tornados werden in die USA geflogen, damit deutsche Piloten dort ab sofort auf dem neuen Tarnkappenjet trainieren – noch bevor der erste Jet in Büchel landet.
Die Bundeswehr hat sämtliche noch flugfähigen Tornados der Luftwaffe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die USA verlegt, um die Ausbildung auf dem neuen F-35-Kampfjet drastisch zu beschleunigen. Auf der Ebbing Air National Guard Base in Fort Smith, Arkansas, landeten nach Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt 93 Tornados – mehr, als die Luftwaffe offiziell noch besitzt. «Wir haben auch Museumsstücke reaktiviert», sagte ein Sprecher in Washington. «Der Zeitplan lässt keine Lücken zu.»
Die ersten acht F-35A, die eigentlich in den USA für Trainingszwecke bleiben sollten, wurden umgehend mit deutschen Hoheitszeichen versehen und in den Flugbetrieb integriert. Deutsche Piloten, die bislang noch nie in einem Tarnkappenjet saßen, absolvieren ihre ersten Starts nun direkt vom Rollfeld in Fort Smith – teilweise ohne vorherige Simulatorstunde. «Wer einen Tornado überlebt hat, schafft auch die F-35», heißt es in einem internen Merkblatt.
Der Fliegerhorst Büchel in der Eifel wird unterdessen in Rekordzeit umgebaut: Statt der geplanten zwei Milliarden Euro werden nun fünf Milliarden veranschlagt, weil zusätzlich eine deutsche Zulassungsbehörde für Tarnkappenlackierungen eingerichtet wird. Die ersten B61-Bomben sollen bereits in provisorischen Zelten lagern, die von US-Sicherheitskräften rund um die Uhr bewacht werden. «Wir sind bereit, bevor wir es sind», sagte ein Offizier vor Ort.
Die Luftwaffe plant, bis Jahresende alle 35 bestellten F-35A gleichzeitig in Betrieb zu nehmen – ein Schritt, den selbst Lockheed Martin als «ambitioniert» bezeichnet. In Büchel entsteht zudem ein zweiter Tower, der nur für die Koordination der deutschen F-35 mit den US-Atombomben zuständig ist. Die Tornado-Flotte bleibt vorerst in Arkansas und dient dort als fliegendes Anschauungsmaterial für die nächste Piloten-Generation.