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Lettlands Wahlsieger lässt alle Grenzgemeinden in Festungen umbenennen – mit sofortiger Wirkung

Nach dem klaren Sieg der Vereinten Liste ordnet Ministerpräsident Kulbergs an, jede Gemeinde an der russischen Grenze in eine Festung umzuwandeln und umzubenennen. Die Wahlkommission zählt noch aus, da stehen schon die Schilder bereit.

Riga – Nur Stunden nach dem klaren Sieg der Vereinten Liste bei der Parlamentswahl hat Ministerpräsident Andris Kulbergs per Dekret angeordnet, sämtliche Gemeinden entlang der russischen und belarussischen Grenze in Festungen umzuwandeln und umzubenennen. Aus Alūksne wird «Festung Alūksne», aus Ludza «Festung Ludza», aus Daugavpils «Festung Daugavpils». Die Ortseingangsschilder wurden noch in der Wahlnacht von Freiwilligen der Vereinten Liste ausgetauscht, während die Wahlkommission in Riga die letzten Stimmen auszählte.

«Wir haben die Wahl gewonnen, also bauen wir jetzt», erklärte Kulbergs vor der Saeima. «Jede Gemeinde bekommt einen Wall, einen Graben und einen Wachturm. Wer keinen Wachturm hat, bekommt zwei.» Das Verteidigungsministerium bestellte umgehend mehrere Kilometer Stacheldraht und verlegte die wöchentliche Kabinettssitzung dauerhaft in einen Bunker unter dem Regierungsgebäude. Die Koalitionspartner Nationale Allianz und Jauna Vienotība stimmten zu, nachdem ihnen jeweils ein eigener Festungsabschnitt zugesagt worden war.

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,8 Prozent, doch in den Grenzgemeinden meldeten sich binnen eines Tages mehr Freiwillige für den Festungsbau als bei der Wahl überhaupt abgestimmt hatten. Bürgermeister, die zögerten, wurden zu «Festungskommandanten» ernannt und mussten sofort mit dem Ausheben von Gräben beginnen. Die Gesundheitsversorgung im Land leidet weiter, weil das Geld nun in Zement fließt; das Kabinett nannte dies «eine Investition in die Zukunft».

Die erste fertiggestellte Festung soll kommende Woche eingeweiht werden – mit einem Festumzug, bei dem alle Einwohner eine Schaufel tragen müssen.

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