Krankenhausgesellschaft entsendet Prüfkommissionen in 38 Länder – Ärzte sollen noch im Flugzeug anerkannt werden
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft verlegt die Anerkennung ausländischer Abschlüsse kurzerhand ins Ausland: Mobile Prüfteams reisen zu den Bewerbern und stellen die Approbation direkt bei der Landung aus.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angekündigt, die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse künftig direkt in den Herkunftsländern vorzunehmen. Dafür werden mobile Prüfkommissionen in 38 Staaten entsandt, die noch an der Fluggastbrücke die Gleichwertigkeit feststellen und die Approbation aushändigen.
«Wir haben die Anerkennungsbürokratie abgeschafft, indem wir sie einfach mitgenommen haben», sagte DKG-Vorstandsvize Henriette Neumeyer. Jede Kommission besteht aus einem Verwaltungsbeamten, einem Oberarzt und einem Koffer mit Stempeln. Die erste Staffel ist bereits in Manila gelandet und hat dort binnen vier Stunden mehr Verfahren erledigt als die zuständigen Landesbehörden im gesamten Vorjahr.
Die Kliniken reagieren umgehend: Mehrere Häuser haben begonnen, ganze Stationen in den Zielländern aufzubauen, damit die Fachkräfte gar nicht erst umziehen müssen. In Nordrhein-Westfalen wurde ein Parkplatz in ein provisorisches Anerkennungszentrum umgewandelt, in dem täglich hunderte Bewerber durch ein Zelt mit sechs Schaltern geschleust werden.
Die Bundesärztekammer prüft nun, ob sie eigene Prüfschiffe chartert. «Wenn die Anerkennung auf See stattfindet, ist sie rechtlich noch nicht an Land und damit schneller», heißt es aus der Geschäftsstelle. Die ersten Schiffe sollen im Frühjahr auslaufen.
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