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Kölner Toilette erhält eigene Wachmannschaft, Schichtplan und Ehrenspalier

Die Stadt Köln hat die Bewachung einer öffentlichen Toilette in der Krebsgasse zu einer dauerhaften Institution ausgebaut: mit eigener Wache, Schichtplan und einer Zeremonie zur Wachablösung, die inzwischen mehr Besucher anzieht als die Toilette selbst.

Die Stadt Köln hat die Bewachung der öffentlichen Toilette in der Krebsgasse zu einer ständigen Einrichtung mit eigener Wachmannschaft, Schichtplan und zeremoniellem Wachwechsel ausgebaut. Seit dem Frühjahr 2022 steht neben dem stillen Örtchen ein bewachtes Häuschen, in dem rund um die Uhr Personal Dienst tut, um eine missbräuchliche Nutzung zu verhindern.

Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich nach Angaben der Stadt auf mehrere hunderttausend Euro. Die Verwaltung hält die Ausgaben für notwendig, um Drogenkonsum und Übernachtungen in der Anlage zu unterbinden. Inzwischen wurde das Wachhäuschen um eine kleine Wartebank, eine Diensttafel und einen Ständer für die Wachmützen erweitert.

Jeden Morgen um sieben Uhr findet ein feierlicher Wachwechsel statt, bei dem die scheidende Schicht die Schlüsselübergabe an einem kleinen Tisch vollzieht, während Anwohner und Touristen zusehen. Die Stadt hat für diese Zeremonie einen festen Ablauf festgelegt, zu dem auch das gemeinsame Verlesen der Dienstordnung gehört. Wer zu spät kommt, verpasst den Einlass.

Die Wache selbst ist angewiesen, jeden Besucher der Toilette freundlich zu begrüßen und nach dem Grund des Aufenthalts zu fragen. Bei verdächtigen Vorgängen wird ein Protokoll ausgefüllt, das anschließend in einem Ordner im Wachhäuschen abgelegt wird. Die Stadt prüft derzeit, ob der Ordner künftig in einem verschließbaren Schrank aufbewahrt werden muss.

Für das kommende Jahr plant die Verwaltung eine Erweiterung der Anlage um einen kleinen Aufenthaltsraum für die Wachmannschaft, damit diese auch bei schlechtem Wetter ihren Dienst ordnungsgemäß versehen kann. Die Kosten dafür sind noch nicht bekannt.

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