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Kanada baut in Straßburg ein zweites Parlament, um bei jeder EU-Abstimmung körperlich anwesend zu sein

Mark Carney lässt in Straßburg ein kanadisches Parallelparlament errichten, damit kanadische Abgeordnete bei jeder EU-Entscheidung im selben Saal sitzen – ohne Stimmrecht, aber mit voller Sitzordnung.

Kanadas Premierminister Mark Carney hat in Straßburg mit dem Bau eines zweiten Parlamentsgebäudes begonnen, direkt gegenüber dem Europäischen Parlament, damit kanadische Abgeordnete künftig bei jeder Abstimmung körperlich anwesend sein können – ohne Stimmrecht, aber mit garantiertem Sitzplatz in der ersten Reihe.

Das Gebäude wird nach den Plänen des Europäischen Parlaments errichtet, jedoch um einen Meter pro Sitzreihe verbreitert, damit die kanadischen Abgeordneten ihre Aktenordner neben denen der EU-Abgeordneten abstellen können. Carney erklärte vor dem Europäischen Parlament, man wolle «nicht mitreden, sondern nur mitsitzen». Die kanadische Delegation wird täglich um sechs Uhr morgens mit Bussen vom Flughafen abgeholt und in einem eigens eingerichteten Warteraum untergebracht, in dem die Heizung auf kanadische Wintertemperaturen heruntergekühlt wird.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt und kündigte an, die Sitzordnung im Plenarsaal so umzustellen, dass die Kanadier zwischen den maltesischen und den luxemburgischen Abgeordneten Platz nehmen. Ein kanadischer Beamter ohne Geschäftsbereich wird künftig an allen Fachministerräten teilnehmen und dabei stets einen Stuhl mit der Aufschrift «Beobachter mit Sitzfleisch» besetzen.

US-Präsident Donald Trump reagierte mit steinerner Miene: «Ich halte das für lächerlich. Wenn das ein feindseliger Akt ist, verhänge ich Zölle auf kanadische Sitzmöbel.» Er kündigte an, in Washington ein drittes Repräsentantenhaus für Kanada zu bauen, falls Ottawa nicht einlenkt.

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