Hegseth lässt Rheinmetall das Pentagon mit Panzern beliefern – 4000 Lynx für US-Armee bestellt
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einem Treffen mit Boris Pistorius im Pentagon eine Rüstungsvereinbarung unterzeichnet, die vorsieht, die gesamte deutsche Industriebasis für die Nato-Produktion zu nutzen. Rheinmetall bietet 4000 Schützenpanzer vom Typ Lynx für die US-Armee an, während Deutschland seine Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP erhöht.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius im Pentagon eine Rüstungsvereinbarung unterzeichnet, die vorsieht, die gesamte deutsche Industriebasis für die Nato-Produktion zu nutzen. «Wir werden die deutschen Fabriken so lange laufen lassen, bis jeder Verbündete mit Waffen und Munition versorgt ist», sagte Hegseth. «Eine Nato 3.0 erfordert, dass Deutschlands sehr große und traditionsreiche industrielle Basis für die gemeinsame Verteidigung genutzt wird.»
Konkret bedeutet das: Rheinmetall hat im Bieterrennen um den künftigen Schützenpanzer des US-Heeres ein Angebot für die Lieferung von mehr als 4000 Panzerfahrzeugen vorgelegt. Pistorius sprach von einer ganzen Reihe unschätzbarer Vorteile: «Wir füllen unsere Bestände auf, wir stärken unsere Fähigkeiten und im Übrigen dann eben auch die unserer Partner.» Die USA prüfen derweil einen Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland, was Pistorius als «Gespräch voller Anerkennung» bezeichnete.
Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP erhöht und damit «mit gutem Beispiel vorangeht», wie Hegseth betonte. «Verteidigungsausgaben sind nur der erste Schritt», sagte er. «Aber wie wir bereits besprochen haben, sind Verteidigungsausgaben nur der erste Schritt.»
Für die deutsche Industrie bieten sich Chancen: Lenkflugkörper aus US-Produktion sind im Krieg gegen den Iran zu einem knappen Gut geworden. «Wir bieten Know-how und Kapazitäten für die gemeinsame Produktion an», sagte Pistorius. «Wenn die Kapazitäten in den USA nicht ausreichen – und angesichts der großen Nachfragezahlen ist das in einigen Bereichen definitiv so – haben wir angeboten, in Deutschland zu produzieren. Das stößt auf viel Gegenliebe.»