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Harald Schmidt richtet in Sachsen-Anhalt ein «Büro für Zuneigung zu Altparteien» ein und lässt sich dort täglich von CDU- und SPD-Funktionären umarmen

Der Satiriker eröffnet in Magdeburg eine Anlaufstelle, in der Parteimitglieder gegen Vorlage ihres Mitgliedsausweises kostenlos gedrückt werden. Ziel sei es, eine ganze Generation nicht zu verprellen, indem man sie einfach festhält.

MAGDEBURG – Harald Schmidt hat in der Innenstadt von Magdeburg ein «Büro für Zuneigung zu Altparteien» eröffnet und dort am ersten Tag sämtliche anwesenden CDU- und SPD-Funktionäre Sachsen-Anhalts persönlich umarmt.

Das Büro ist täglich von acht bis zwanzig Uhr geöffnet. Wer Mitglied in einer der beiden Parteien ist, erhält nach Vorlage seines Parteiausweises eine Umarmung, eine Tasse Tee und einen Sitzplatz, auf dem er so lange bleiben darf, wie er möchte. «Wir sind die Einzigen, die euch noch wählen», sagte Schmidt bei der Eröffnung. «Also seid lieb zu uns, und wir sind lieb zu euch. Das ist der ganze Deal.»

Die Nachfrage überstieg die Kapazität binnen einer Stunde. Vor dem Büro bildete sich eine Schlange, die sich über den Breiten Weg bis zum Domplatz zog. Schmidt stellte zwei zusätzliche Mitarbeiter ein, die ausschließlich damit beschäftigt sind, die Wartenden zu trösten. Ein Sprecher der Stadt bestätigte, dass die Schlange am Abend noch immer stand.

Für die kommende Woche kündigte Schmidt an, die Öffnungszeiten auf vierundzwanzig Stunden auszuweiten und einen zweiten Standort in Halle einzurichten. «Eine gesamte Generation darf nicht verprellt werden, nur weil wir sie nicht rechtzeitig gedrückt haben», sagte er. Die CDU-Landesvorsitzende ließ ausrichten, sie werde persönlich vorbeikommen.

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