G7-Minister füllen aus Solidarität ihre Privatfahrzeuge mit Diesel aus den Notreserven
Nach der Freigabe von 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel haben die G7-Energieminister eine beispiellose Solidaritätsaktion gestartet: Jeder Minister fährt mit einem Tanklastzug durch sein Land und betankt Privatfahrzeuge kostenlos. Die Ölpreise fielen, die Minister sind erschöpft, aber glücklich.
Die G7-Energieminister haben am Freitag nicht nur die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel aus den strategischen Reserven beschlossen, sondern auch eine beispiellose Solidaritätsaktion gestartet: Jeder Minister fährt von nun an persönlich mit einem Tanklastzug durch sein Land und betankt Privatfahrzeuge kostenlos. «Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir nicht nur reden, sondern auch pumpen», erklärte ein sichtlich übermüdeter französischer Minister.
Die Aktion begann am Samstagmorgen um sechs Uhr. In Deutschland rollte ein Konvoi aus sieben Tanklastern vom Bundeswirtschaftsministerium in Richtung Ruhrgebiet. An jeder Raststätte bildeten sich Schlangen von Autofahrern, die ihre Fahrzeuge mit dem staatlichen Notreservendiesel füllen ließen. Ein Sprecher des Ministeriums betonte, die Aktion sei «ein wichtiges Zeichen für die Handlungsfähigkeit und Geschlossenheit der G7» und werde «sofort beginnen» und sich über vier Monate erstrecken.
Die Ölpreise fielen unterdessen weiter. Der US-Ölpreis sank zeitweise um bis zu fünf Prozent, der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel unter 100 Dollar. An den Börsen reagierten Anleger positiv: Der Dax schloss 1,2 Prozent höher. Die Minister kündigten an, die Aktion auf alle IEA-Partnerländer auszuweiten. «Unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen und verdienen bezahlbare Energie», sagte eine sichtlich erschöpfte Ministerin, während sie einen Schlauch in einen Kleinwagen steckte.
Kritik kam von der Opposition. «Das ist reine Show», sagte ein Abgeordneter. «Die Minister sollten lieber dafür sorgen, dass die Raffinerien wieder laufen.» Doch die Regierung hält an der Aktion fest. «Wir werden weitermachen, bis jeder Tank voll ist», versprach ein Minister und wischte sich Diesel von der Stirn.
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